Bischof Paul Iby reagiert auf Ratzinger-Brief: "Dialog wird fortgesetzt"

Iby: "Warum sollen in weiterer Zukunft nicht auch Frauen Gottesdienste leiten können?"

Wien (OTS) - Die Auseinandersetzung zwischen der katholischen
Kirche Östereichs und Rom um den Dialog für Österreich geht weiter. In der am Samstag erscheinenden Ausgabe des FORMAT nimmt der Diözesanbischof von Eisenstadt Paul Iby zum Brief des Leiters der vatikanischen Glaubenskongregation Kardinal Joseph Ratzinger Stellung. Iby: "Für mich ist der Brief kein Hindernis, den Dialog für Östereich fortzusetzen. Dieser Dialog muß eben auch mit unseren vorgesetzten Stellen in Rom geführt werden."

Auf die Frage, ob eine Fortsetzung des Dialogs auch gegen die Zentrale in Rom möglich ist, antwortet Iby: "Ich versuche, mich nicht niederdrücken zu lassen. Diese Kirche wird von jemand anderen geleitet und gelenkt, und auf dem habe ich Vertrauen. Die Kirche hängt nicht von einer Person in Rom ab, sondern von vielen Menschen, die im Geiste dieses Herrn arbeiten." Die Bischöfe, so Iby weiter, müssen "Transporteure der Meinung der Basis sein."

Der Eisenstädter Diözesanbischof, dessen Diözese als Modellfall für den Dialog für Österreich gilt, will auch die sogenannten "heißen Eisen" in der aktuellen Kirchediskussion weiter vorantreiben: "Warum sollen in weiterer Zukunft nicht auch Frauen Gottesdienste leiten können?" Iby weiter: "In Zukunft wird es notwendig sein, daß viri probati - bewährte verheiratete Männer - Gottesdienste halten."

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