Benzinpreissenkung: Markt- und Rahmenbedingungen müssen rasch an das europäische Niveau herangeführt werden

Wien (OTS) - Bei der Pressekonferenz am 1.4.1999 haben die Vertreter des Fachverbandes der Erdölindustrie in acht Punkten die Position der Mineralölwirtschaft zur aktuellen Treibstoffdiskussion dargelegt:

1. Die Mineralölwirtschaft hat kein Abkommen mit irgend jemanden getroffen- auch nicht mit dem Wirtschaftsminister.

2. Drei wesentliche Kriterien bestimmen den Nettopreisunterschied:
a. Binnenlandlage
b. Rahmenbedingungen/Shop
c. Behördliche Auflagen/Tankstellennetzstruktur

3. Die Tankstellenbranche verdiente im Vorjahr rund 10 Groschen pro Liter Treibstoff (das sind rund 500 Mio. Schilling vor Steuern, oder 2,2 Prozent Verzinsung des eingesetzten Kapitals -Eckzinssatz!).

4. Die am 30. März erfolgte Preissenkung ist ausschließlich als Vorleistung auf zu setzende Maßnahmen der Politik zu verstehen.

Gefordert wird:
- gleicher Vollzug bestehender gesetzlicherBestimmungen für alle

Tankstellenbetreiber,
- vorgezogenes Inkrafttreten von umweltrelevanten Auflagen,
- Schaffen vergleichbarer europäischer Rahmenbedingungen für das

Shopgeschäft.

5. So wie die gesamte europäische Mineralölindustrie, orientiert sich auch in Österreich die Preisgestaltung an den Rotterdamer Notierungen; der europäische Durchschnitt der Nettopreise ist als Meßgröße untauglich.

6. Unverzügliche Einsetzung der bereits vor Wochen von der Mineralölwirtschaft vorgeschlagenen Arbeitsgruppe zum Thema "Europäische Wettbewerbsbedingungen".

7. Änderungen bei Einstandspreisen aufgrund geänderter internationaler Produktnotierungen müssen aus wirtschaftlicher Verantwortung ihren Niederschlag in den Verkaufspreisen finden, dies unabhängig von politischen Zweckmäßigkeiten.

8. Die vorgenommen Vorleistungen (Preissenkung) bedingen auf jeden Fall einschneidende Kostensenkungsmaßnahmen, wie z.B. substantielles Kürzen von Investitionen und sonstigen Ausgaben, interne Maßnahmen sowie beschleunigte Tankstellenschließungsprogramme mit entsprechenden Beschäftigungseffekten.

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