Rückhaltebecken im Putzinger Graben errichtet

Großebersdorf: Hochwasserschutz wurde erreicht

St.Pölten (NLK) - Der Putzinger Graben, der immer wieder
Hochwasser führte, wurde jetzt mit einem Rückhaltebecken ausgestattet: In Putzing, das zur Gemeinde Großebersdorf im Bezirk Mistelbach gehört, wurde ein Becken geschaffen, das die überflüssigen Oberflächenwässer sammelt und langsam abgibt. Nach Niederschlägen bleibt ein rund ein Meter hoher "Grundstau" im Becken erhalten. Eine teilweise feuchte Wasserfläche von etwa 2.500 Quadratmetern verbleibt in der Landschaft und trocknet später fallweise auch aus. Das Projekt wird im Frühjahr 1999 fertiggestellt sein und 9,260.000 Schilling kosten, die zu 50 Prozent vom Bund, zu 35 Prozent vom Land Niederösterreich und zu 15 Prozent von der Gemeinde Großebersdorf getragen werden. Errichtet wurde die Hochwasserschutzanlage durch die Wasserbauabteilung des Landes Niederösterreich.

Der Putzinger Graben sammelt das Wasser aus Richtung Manhartsbrunn. Am Ortsbeginn mündet er in den Rohrstrang von Putzing ein. Der faßt aber nur höchstens 2,5 Kubikmeter pro Sekunde. Bei starkem Regen sind aber bis zu 6,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde möglich. Überflutungen und Verschlämmungen im Ortsgebiet sind die Folge. Seit Jahren bemühte sich die Gemeinde Großebersdorf deshalb, Rückhaltebecken zu schaffen, konnte aber die notwendigen Grundstücke nicht erwerben. 1996 wurde aber in Putzing ein Agrarverfahren eingeleitet, und die zuständige Regionalstelle der Abteilung Wasserbau beim Amt der NÖ Landesregierung konnte mit der Agrarbezirksbehörde die für den Hochwasserschutz erforderlichen Flächen ausscheiden. Ein Detailprojekt wurde ausgearbeitet, das nicht nur den Hochwasserschutz erfüllte, sondern auch ein wertvolles Landschaftselement darstellte. Bis November 1998 erfolgte dann die Übergabe der neugeordneten Agrarflächen. Dabei wurde die für das Rückhaltebecken beanspruchte Fläche in das öffentliche Gut der Gemeinde übertragen. Die Errichtung des Beckens benötigte insgesamt eine Fläche von 1,5 Hektar bei einem Inhalt von 34.500 Kubikmetern. Ein halber Hektar wurde für die Gestaltung des Putzinger Grabens oberhalb des Rückhaltebeckens verwendet. Im April 1999 werden auf Böschungen und Dämmen 1.400 bodenständige Bäume und Sträucher gepflanzt. Im Mai sollen noch die asphaltierten Wege rund um das Becken folgen. Schon jetzt ist aber der Hochwasserschutz hundertprozentig gegeben.

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