NÖGUS: Krankenhaus Allentsteig ist nicht wirtschaftlich

Kosten pro Patient liegen über landesweitem Durchschnitt

St.Pölten (NLK) - "Die Kosten pro Patient reichen nicht aus, um
die Wirtschaftlichkeit eines Krankenhauses darzustellen. Im Falle des Krankenhauses Allentsteig liegen die Kosten pro Patient mit 38.000 Schilling um 22 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt von rund 31.000 Schilling", betonte heute Mag. Petra Paretta vom Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS). Die LDF-Punkte, also der Maßstab für die durchschnittlich erbrachten Leistungen je Patient, würden um 28 Prozent unter dem niederösterreichischen Durchschnitt liegen. Paretta: "Damit ergibt sich ein Defizit je Patient von 15.787 Schilling. 42 Prozent der Kosten können durch die Einnahmen aus dem Betrieb des Krankenhauses nicht abgedeckt werden." Die von den Landesräten Mag. Wolfgang Sobotka und Dr. Hannes Bauer genannten Auslastungszahlen würden den Tatsachen entsprechen. Die Auslastung nach Belagstagen würde in der Chirurgie bei 15 Prozent liegen. "Aus Sicht des NÖGUS reichen diese Zahlen aus, um den Betrieb des Krankenhauses Allentsteig als unwirtschaftlich zu bezeichnen", erklärt Paretta. Vom Defizit des Krankenhauses Allentsteig in der Höhe von 17,4 Millionen Schilling müßten derzeit noch 80 Prozent von den anderen Fondskrankenanstalten mitgetragen werden. Dieser Betrag fehle somit für die notwendigen Versorgungsleistungen der niederösterreichischen Bevölkerung in den anderen Krankenanstalten. Gegen den Bund hätte sich Niederösterreich durchgesetzt, das Spital in Allentsteig aufrechtzuerhalten. Der NÖGUS sei nun bemüht, ein bedarfsorientiertes Leistungsangebot für die niederösterreichischen Patienten zu erreichen. Die Neuro-Rehabilitation in Verbindung mit der Akut-Neurologie am Krankenhaus Horn sei für Allentsteig die einzige Möglichkeit, den Krankenhausbetrieb langfristig zu sichern. Für dieses Vorhaben seien bereits Investitionen von 86,6 Millionen Schilling zugesagt worden.

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