Caritas startet Hilfsprogramm für Kosovo Flüchtlinge

Caritaspräsident Küberl: äMehr als 10 Millionen Schilling sind geplant."

Wien, 30.3. 99 (car-pd)
äDie Caritas hat soeben ein Hilfsprogramm von über zehn Millionen Schilling für die Kosovo-Flüchtlinge gestartet. Fünf Millionen Schilling hat das Bundeskanzleramt bereitgestellt", berichtet Caritaspräsident Franz Küberl. äDoch die werden bei weitem nicht ausreichen. Ich bitte deshalb alle, die in der Lage sind zu helfen, um ihre Unterstützung."

Lebensmittel für Mazedonien
Morgen kauft die Caritas für 1,5 Mio Schilling Lebensmittel, die mit Hil-fe der bulgarischen Caritas mit LKWs nach Skopje gebracht werden. Über 100 Tonnen für erste Nothilfe werden demnächst eintreffen. In den nächsten Tagen sind noch weitere Transporte geplant. Transport und Zoll sind für die bulgarische Caritas kein Problem.

Der UNHCR hat keine Lebensmittel mehr für die 20 000 Flüchtlinge. Die internationale Caritas hat schon mit der Lebensmittelhilfe begonnen, die amerikanischen Caritas, die schon seit Jahren in Skopje arbeitet, hilft bei der Verteilung an die Flüchtlinge: Es kommen hauptsächlich alte Menschen, Frauen und Kinder. Die Caritas braucht dringend Spenden für Kindernahrung, die sehr teuer ist. In den nächsten Tagen geht ein Hilfstransport aus Österreich mit 20 Tonnen nach Mazedonien.

Zelte für Albanien
Die Caritas Albanien meldet, daß gestern 65.000 Flüchtlinge über die Grenze gekommen sind. Das gesamte Caritasnetzwerk in Albanien ist in der Flüchtlingsbetreuung engagiert. Die Caritas Albanien stellt Ärzte, Krankenschwestern und Personal zur Verfügung, die in die Flüchtlings-lager gehen und dort Lebensmittel, Bekleidung und psychologische Be-treuung anbieten.

Die Caritas in Albanien braucht dringend Zelte, weil täglich zehntausen-de Flüchtlinge kommen, die in privaten und öffentlichen Gebäuden keine Unterkunft mehr finden. Die Caritas Österreich hilft mit 1000 Zelten für je sechs Personen, die in den nächsten Tagen in Albanien eintreffen sol-len. Dafür stellt die Caritas zwei Millionen Schilling bereit.

Die Flüchtlinge bewegen sich in Richtung des Hafens Durres und Hauptstadt Tirana. Das von der Caritas unterstützte Krankenhaus in Bur-rell ist schon mit der medizinischen Versorgung der Flüchtlinge befaßt. Die Flüchtlingszentren der Caritas Albanien mit angeschlossenen Ge-sundheitszentren, sind schon völlig überfüllt.

Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau ist besorgt um die Caritas-partner im Kosovo: äWir wissen nicht einmal, ob die Leitung der Mutter-Theresa-Vereinigung noch lebt. Wir bereiten uns jedenfalls darauf vor, nach dem Krieg Lebensmittel, Decken, Zelte, Bekleidung und Medika-mente in den Kosovo zu bringen."

PSK 7 700 004

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