"Lehrlingsstatistik Band 1-1998", "Meisterprüfungsstatistik 1998"

Neuerscheinungen aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

Wien (PWK) - Die Wirtschaft zieht nach dem Erscheinen der Lehrlingsstatistik 1998 eine positive Bilanz zur Lehrstellensituation. Ende 1998 lag die Gesamtzahl der Lehrlinge in Österreich um 3,2 Prozent, das sind zusätzlich 3.870 Lehrlinge, höher als Ende 1997. ****

Betrachtet man die Entwicklung der Lehrlingszahlen während der letzten Jahre, sind sie kontinuierlich seit 1990 von 145.516 bis zum Tiefstand im Jahr 1996 von 119.932 zurückgegangen. Seit zwei Jahren ist allerdings ein Aufwärtstrend festzustellen. 1997 gab es insgesamt 121.629 Lehrlinge und per Ende Dezember 1998 125.499 Lehrlinge. Dieser Aufwärtstrend bestätigt, daß die Wirtschaft der Jugend Chancen und Ausbildungsplätze anbietet, aber auch daß Steuererleichterungen und gesetzliche Reformen für den Lehrstellenmarkt notwendig waren. Ebenso ausschlaggebend für den Erfolg waren die neuen Lehrberufe. Es wurden sowohl neue Betriebe für die Lehrlingsausbildung gewonnen als zahlreiche zusätzliche Lehrstellen geschaffen.

Mit Stichtag 31.12.1998 waren 125.499 Lehrlinge in Österreich in 39.540 Lehrbetrieben ausgebildet worden. Die Zahl der Lehrlinge hat in allen Bundesländern zwischen 0,1 und 8,0 Prozent zugenommen. Die meisten Lehrlinge, nämlich 25.722 wurden 1998 in Oberösterreich gezählt, gefolgt von Niederösterreich mit 20.490 und der Steiermark mit 19.891. In Wien waren es 17.692, in Tirol 11.946, in Salzburg 9.846, in Kärnten 9.708, in Vorarlberg 7.007 und im Burgenland insgesamt 3.197 Lehrlinge. Nach dem Geschlecht getrennt ergibt sich wieder ein positives Bild. Die Anzahl der männlichen Lehrlinge betrug 1988 85.203 oder um 2,1 Prozent mehr. Die Zahl der weiblichen Lehrlinge ist um 5,5 Prozent auf 40.296 gestiegen.

Nachzulesen sind diese Daten in der von Werner Hackl, Abteilung für Statistik der Wirtschaftskammer Österreich, verfaßten Broschüre "Lehrlingsstatistik Band 1 - Übersichten 1998".

Eine weitere Neuerscheinung der Abteilung für Statistik der Wirtschaftskammer Österreich ist die soeben neu erschienene Broschüre "Meisterprüfungsstatistik 1998". Im Jahr 1998 haben rund 2.200 neue Meister ihre Prüfung bestanden. Damit hat rund ein Drittel der angetretenen Kandidaten die Prüfung bestanden. Diese Statistik wird seit dem Jahr 1952 jährlich publiziert und es werden die bestandenen und nicht bestandenen Meisterprüfungen gezählt.

Da seit zwei Jahren auch Meisterprüfungen nach dem Geschlecht getrennt gezählt werden, ist es möglich, den Anteil der erfolgreichen Meisterinnen festzustellen. Von den erfolgreich bestandenen Meisterprüfungen wurden 18 Prozent von Frauen abgelegt. Traditionell hoch sind diese Anteile bei den Damenkleidermachern, wo der Anteil der von Frauen bestandenen Meisterprüfungen bei 98 Prozent liegt, bei den Friseuren beträgt er 87 Prozent, bei den Gärtnern 75 Prozent und bei den Konditoren 58 Prozent.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Erwin Fölhs
Tel: 50105/DW 3033

Mitgliederservice

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK