Prammer bei EU-Konferenz: Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Gewalt an Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung

Wien (OTS) - Anläßlich einer EU-Konferenz zum Thema Gewalt gegen Frauen heute und morgen in Köln unterstrich Frauenministerin Barbara Prammer, daß alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union "gemeinsam gegen Gewalt an Frauen vorgehen müssen".

"Gewalt gegen Frauen ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. So wird in Österreich jede fünfte Frau Opfer von Gewalt in der Familie", verdeutlichte Prammer. Weiters betonte die Frauenministerin, daß Gewalt an Frauen weder ein Kavaliersdelikt noch eine Privatsache sei. Das Jahr 1999 ist innerhalb der europäischen Union ein Anti-Gewalt-Schwerpunkt-Jahr. Im Rahmen dieses Aktionsjahres wird Prammer eine österreichweite kostenlose telefonische Gewalthelpline einrichten, die von Gewalt betroffenen Frauen eine erste und rasche Hilfe anbieten soll.

Auf großes Interesse unter den europäischen Delegationen stößt das österreichische Gewaltschutzgesetz das seit 1 1/2 Jahren in Kraft ist. Kernstücke des Gesetzes sind, daß der Täter die Wohnung verlassen muß und auch mit einem Rückkehrverbot belegt werden kann. Insgesamt wurde bereits 2.673 mal von dem Wegweiserecht und dem Rückkehrverbot gebrauch gemacht.

Trotz dieser neuen rechtlichen Möglichkeit unterstrich Frauenministerin Prammer die Notwendigkeit von Frauenhäusern und anderen Opferschutzeinrichtungen. So haben im Jahr 1997 in den österreichischen Frauenhäusern 1.030 Frauen und 1.065 Kinder Zuflucht gefunden.

"Gewalt in der Familie ist nichtz tolerierbar. Und Gewalt an Frauen ist kein Einzelschicksal. Wir müssen daher alles nur mögliche tun um die Gewaltäter für ihr Verhalten verantwortlich zu machen un den Frauen jede erdenkliche Unterstüzung geben", schloß Frauenministerin ihr Statement.

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