Volksanwältin Krammer für Beendigung des rechtlichen Vakuums bei "Licht am Tag"!

Wien (OTS) - Die Verwendung von Abblendlicht am Tag soll dazu beitragen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Lichtfahrer sind sichtbarer, lautet der bekannte Slogan. Nur bei diesem Slogan ist
es auch geblieben. Eine klare Regelung im Kraftfahrgesetz (KFG)
gibt es - zumindest für mehrspurige Kraftfahrzeuge - bis heute nicht. Und so fährt jeder wie er will, der eine mit der andere
ohne Licht. Volksanwältin Krammer dazu: "Unter dem Blickwinkel der Verkehrssicherheit erscheint mir diese Situation unbefriedigend. Entweder fahren alle mit Licht am Tag oder keiner. Es sollte
endlich eine klare und mutige Regelung geben !"****

Die derzeitige "Mischkulanz" auf Österreichs Straßen bringt nach Ansicht von Volksanwältin Dr. Christa Krammer kein verstärktes Maß an Sicherheit, sondern kann vielmehr zu speziellen Gefahrensituationen führen. Die bessere Sichtbarkeit von "Lichtfahrern" habe nämlich auch eine Kehrseite: Autofahrer, die bei derzeitiger Rechtslage erlaubterweise ohne Licht unterwegs
sind, können noch schlechter wahrgenommen werden, etwa dann wenn
in oder nach einer Kolonne von "Lichtfahrern" plötzlich ein unbeleuchtetes Kraftfahrzeug auftaucht.

"Regeln müsste man auch das Problem der Scheinwerfer, denn das normale Abblendlicht kann am Tage dazu führen, dass entgegenkommende Fahrzeuglenker geblendet werden. In den skandinavischen Ländern, wo Fahren mit Licht am Tag bereits seit längerer Zeit Pflicht ist, sind in diesem Zusammenhang spezielle Scheinwerfer für die Verwendung bei Tageslicht eingeführt, die etwas schwächer sind als das Abblendlicht für Fahrten bei Nacht oder in der Dämmerung", meint die Volksanwältin.

Nach der geltenden Rechtslage besteht eine eindeutige
gesetzliche Verpflichtung zur Verwendung des Abblendlichts bei Tag nur für einspurige Krafträder, also inbesondere für Motorräder. Diese haben nach § 99 Abs 5 KFG während des Fahrens stets Abblendlicht zu verwenden. Für die Zeispurigen bestehen klare Regelungen nur für das Fahren bei Dämmerung, bei Dunkelheit, Nebel oder bei speziellen Witterungsverhältnissen und für die Verwendung von Fern- und Nebellicht. "Die zweispurigen Tageslichtfahrer befinden sich derzeit eigentlich in einem gesetzlichen Vakuum", resümiert Krammer.

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