Hostasch: Strenge Blutspendevorschriften bewähren sich-

Insgesamt über 1 Million HIV-Tests im letzten Jahr

Wien, 28. März 1999 (BMAGS).- "Die strengen Bestimmungen für Blutspender und die hohen Qualitätssstandards bei der Transfusionsmedizin in Österreich haben sich bewährt. Da potentielle Risikogruppen als Blutspender von vornherein nicht in Frage kommen, konnte die Zahl der HIV-positiven Spender im letzten Jahr auf ein absolutes Minimum gedrückt werden. Von 543.833 Blutspenden im letzten Jahr mussten lediglich 0,001 % (5 Spenden) als HIV-positiv ausgeschieden werden", erklärte Gesundheitsministerin Lore Hostasch. ****

Insgesamt (inklusive den Blutspendern) wurden im letzten Jahr 1.137.739 HIV-Screening-Tests durchgeführt. Bei 313 Personen wurde 1998 erstmals die Diagnose "HIV-positiv" gestellt. Insgesamt sind
in Österreich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörden 9.000 bis 15.000 Personen mit dem HI-Virus infiziert.

Blutsicherheitsgesetz erhöht Qualitätstandards

"Gerade das zu Beginn des heurigen Jahres beschlossene Blutsicherheitsgesetz hat den seit jeher hohen Qualitätsstandard des Blutspendewesens in Österreich noch weiter verbessert. Die ganze Transfusionskette ist strengen Überprüfungen, die bereits bei der Spenderauswahl beginnen, unterworfen. Da wir jedes Risiko ausschalten wollen, sind die Spenderausschlussgründe rigoros gefasst. Wir gehen sogar soweit, dass es tätowierten Personen oder Personen, die sich ausserhalb einer medizinischen Einrichtung ein Piercing haben machen lassen, das Blutspenden für ein Jahr verboten wird", umreisst Gesundheitsministerin Lore Hostasch die strengen Bestimmungen.

"Die Bemühungen um die Sicherheit von Blut und Blutprodukten müssen gewährleisten, dass für Spender und Empfänger alle nur möglichen Vorkehrungen zum Schutz ihrer Gesundheit getroffen werden. Dieser umfassende Schutz muss sich über die gesamte Bluttransfusionskette, die vom Willen eines Spenders, eine Blut-oder Plasmaspende zu tätigen, bis hin zur Verabreichung des Blutproduktes an den Empfänger reicht, erstrecken. Indem sichergestellt ist, dass die mit jedem einzelnen Glied dieser Kette verbundenen Risken auf ein Minimum reduziert werden, wird die Sicherheit der Bluttransfusionskette insgesamt gewährleistet", erläutert Gesundheitsministerin Lore Hostasch.

Hostasch weist auch darauf hin, dass eine Blutspende nicht der geeignete Weg ist, um seinen persönlichen HIV-Status erheben zu lassen. "Wenn jemand den Verdacht hat, sich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben, soll er zu allererst bei seinem Hausarzt,
einem Fachlabor oder den Aids-Hilfe Organisationen einen Test
machen lassen", so die Gesundheitsministerin abschließend.

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