Ausgebrannt, überfordert, desillusioniert: Österreichs Ärzte in der Krise

Bundesweite Repräsentativ-Umfrage im Auftrag von FORMAT: Mediziner bewerten Ausbildung, Arbeitssituation und Lebensqualität katastrophal

Wien (OTS) - Die österreichische Ärzteschaft befindet sich in einer schweren Krise. Das geht aus einer bundesweiten Repräsentativumfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Gallup im Auftrag des Nachrichtenmagazins FORMAT durchgeführt hat. Darin nehmen die heimischen Mediziner zu ihrer Gesundheits-, Arbeits-und Lebenssituation Stellung.

Das Ergebnis ist alarmierend: Die Hälfte der Ärzte leidet an Burnout-Symptomen, zwei Drittel fühlen sich am Ende eines Arbeitstages völlig erschöpft. 45 Prozent kämpfen gegen chronische Müdigkeit, 36 Prozent leiden an Reizbarkeit oder Nervosität. Besonders schwerwiegend: 11 Prozent sind depressiv.

Grund dafür ist nicht zuletzt Überlastung: Mediziner in Österreich arbeiten pro Woche durchschnittlich 60, viele sogar 70 bis 80 Stunden. Die Folgen: Drei von vier Ärzten macht Zeitdruck und die große Verantwortung zu schaffen, 41 Prozent haben bereits überlegt, den Beruf zu wechseln - vor allem junge Spitals- und Turnusärzte.

Ihren Kindern würden 62 Prozent der heimischen Hippokrates-Jünger davon abraten, Medizin zu studieren. Mit gutem Grund: Fast 90 Prozent von ihnen halten die österreichische Ärzte-Ausbildung für veraltet und fordern eine grundlegende Reform. 30 Prozent sind zudem der Ansicht, daß Österreich ein schlechteres Ausbildungssystem habe als andere EU-Länder.

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