Der Kampf gegen die gefräßige Miniermotte beginnt

Pflanzenschutzmittel statt natürlichen Feind als einzige Hilfe gegen den Roßkastanienmörder

Wien, (OTS) Die heimische Roßkastanie wird weiterhin von der Miniermotte heimgesucht. Trotz intensiver Behandlung mit dem Pflanzenschutzmittel Dimilin sind neuerlich Spritzbehandlungen mit diesem Mittel ab Mitte April 1999 erforderlich. Diese Aktion
dauert ca. zwei Monate und wird bei 14 000 Roßkastanienbäumen in Alleen und Parkanlagen durchgeführt. Die Konzentration des Spritzmittels Dimilin ist nach Angaben des Stadtgartendirektors
Paul Schiller nicht gefährlich, sondern hat sich sehr bewährt, vor allem im Obst - und Zierpflanzenanbau. Die Bevölkerung wird über Spritzungen in ihrem Wohnbereich rechtzeitig verständigt. Auskünfte geben die Mitarbeiter der MA 42 (Stadtgartenamt):
7291003 oder 9112555.

Auf der Suche nach einem natürlichen Feind für die Miniermotte

Der aus südlichen Balkan eingeschleppte Schädling wurde erstmals vor zehn Jahren im Raum Linz entdeckt und vor sechs
Jahren auch in Wien gesehen. In den folgenden Jahren wurde der Schaden am Kastanienlaub durch die Larven der Miniermotte derart dramatisch, daß bereits im August starker Blattfall einsetzte und die Kastanienbäume im September praktisch schon "nackt", also entlaubt waren. Die Vermehrung der Miniermotte geht ungebrochen
und massiv weiter. Nach mehrjährigen Untersuchungen sind endlich einige Parasiten gegen die Miniermotte gefunden worden. Wie man derartige Nützlinge effektiv gegen die Miniermotte einsetzen kann, muß jedoch noch in den nächsten Jahren erforscht werden. Bis dahin muß man sich beim Kampf gegen die Miniermotte auf das Spritzmittel Dimilin beschränken. (Schluß) hl

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