Vormarsch der Frauen als Unternehmerpersönlichkeiten

Vizepräsidentin Elisabeth Gürtler vor dem Tourismus Forum in Mayrhofen - "Rolle der Frau auch rechtlich besser absichern"

pwk - Der Tourismus hat unter allen Branchen mit 42 Prozent den höchsten Anteil selbständiger Unternehmerinnen. Nimmt man allein das Hotel- und Gaststättenwesen, so liegt der Frauenanteil sogar bei über 62 Prozent. Besonders hoch ist der Anteil bei den erst in jüngster Zeit, vor allem im Freizeitbereich, gegründeten Unternehmen. ****

"In einer sich verändernden Gesellschaft, in der soziale Aufgaben und eine hohe berufliche Qualifikation immer mehr zählen, wird der Vormarsch der Frauen als Unternehmerpersönlichkeiten nicht aufzuhalten sein. Die Zukunft der Frau als Unternehmerin ist sicherlich offensiv, auch in der Bewältigung überkommener Strukturen zu sehen", erklärte die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Dkfm. Elisabeth Gürtler, am Donnerstag vor dem derzeit in Mayrhofen stattfindenden Tourismus Forum der Bundessektion Tourismus, das diesmal dem Schwerpunktthema "Die Frau im Tourismus" gewidmet ist.

Ein wesentliches Kriterium für den zunehmenden Erfolg der Frau ist nach Ansicht Gürtlers die höhere Bereitschaft zur "Team-Arbeit". Dazu gehöre die besondere Fähigkeit der Frau, viele zwischenmenschliche Probleme harmonisch zu lösen.

Ein weiterer Grund, weshalb die Frauen in der persönlichen Dienstleitung, insbesondere im Gastgewerbe, im Vormarsch sind, sei in ihrer Kreativität und kommunikativen Fähigkeit zu suchen. "Spontaneität, Kommunikation und Flexibilität sind ganz entscheidende Eigenschaften der Frau, speziell in der Rolle als Gastgeberin", sagte Gürtler. Vorherrschend in Österreich sei immer noch der gute Familienbetrieb. Hier spiele die Frau ihre ganz entscheidenden Stärken aus. Der Preis, den die Frauen dafür zu zahlen haben, sei die Doppelbelastung in Familie und Geschäftsführung.

Prozentuell haben Firmengründungen von Frauen allerdings eine bessere Überlebenschance als die von Männern. Frauen ziehen tendenziell schneller die Notbremse als Männer, wenn es finanziell nicht so läuft, wie es laufen sollte. Ein besonderes Anliegen sei es, betonte die Kammer-Vizepräsidentin, die Rolle der Frau in Zukunft rechtlich noch besser abzusichern. Dazu gehörten Fragen der Betriebsübergabe und Unternehmensnachfolge und die damit verbundenen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Michael Raffling
Tel. 501 05 DW 3555

Fachverband Hotellerie

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/SCHLUß