ARBÖ: Wenn Igel, Kröten & Co. die Straße kreuzen

Wer für ein Kleintier bremst, haftet bei einem Unfall

Wien (ARBÖ) - Viele Autolenker sind auch Tierliebhaber. Sie
haben den Aufkleber "Ich bremse auch für Tiere" am Heck ihres Fahrzeuges kleben und tun dies auch. Der ARBÖ informiert nun über einen, nicht nur für Tierschützer, grausamen Aspekt des Gesetzes:
Wer für ein Kleintier bremst und dadurch einen Verkehrsunfall verursacht, haftet für einen Teil des Schadens. Im Extremfall, beispielsweise bei einem Auffahrunfall, kann sogar aufgrund eines jähen und überraschenden Bremsmanövers auch ein Alleinverschulden des Vordermannes vorliegen. Die Verkehrssicherheit erfordert zur Vermeidung von Gefahren anstelle einer plötzlichen Vollbremsung
die Inkaufnahme des Überfahrens von Kleintieren.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "So grausam es klingt, aber Ethik spielt bei haftungsrechtlichen Folgen keine Rolle. Wenn man für Kleintiere bremst und dadurch einen Unfall verursacht, haftet man für den entstandenen Schaden." Igel, Kröten oder andere Kleintiere sind also vor dem Gesetz leider nichts
wert. Dagegen sei bei größeren Tieren - etwa einem Reh, Fasan oder Hund - der Tritt auf die Bremse schon sinnvoll, um sich selbst vor den Folgen eines Aufpralls zu schützen.

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