Die Auswirkungen der Krisen in Asien und Rußland auf den österreichischen Shopping Tourismus

Global Refund Österreich 1998

Wien (OTS) - Insgesamt erzielte Global Refund Austria 1998 einen Umsatz von rund 2,4 Mrd. öS, was einer Steigerung von rund 26 % gegenüber dem Vorjahr (1,9 Mrd. öS) bedeutet. Die Umsätze resultieren aus Shopping-Aktivitäten der Touristen aus Nicht-EU-Ländern in Österreich.

Die Krisen, von denen Asien und Rußland im vergangenen Jahr geschüttelt wurden, zeigten 1998 starke Auswirkungen auf Global Refund und den Shopping-Tourismus in Österreich: So sank der Umsatz mit Shopping-Touristen aus dem asiatischen Raum um rund 17 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz mit Touristen aus den Nachfolge-Staaten der UdSSR stieg aufgrund der Finanzkrise in Rußland im Vergleich zu 1997 nur mehr um rund 13 % an, was einen beträchtlichen Rückgang verglichen mit bisherigen Wachstumsraten bedeutet.

Asien und Rußland - zwei wichtige Umsatzträger

Asien mit einem Anteil von rund 14 % am Gesamtumsatz von Global Refund Austria 1998 und die russischen Staaten mit einem Anteil von rund 13 % stellen nach wie vor wichtige Umsatzträger dar. Betrachtet man die Umsatzentwicklung 1997-1998 mit Touristen aus Asien und aus den russischen Ländern im Vergleich, kristallisieren sich zwei Entwicklungen heraus: Während in Asien bereits eine leichte Trendwende zu bemerken ist, beginnt die Rußlandkrise erst jetzt richtig zu wirken.

Nach relativ stabilen Zuwachsraten zum Jahresanfang löste im Sommer die Finanzkrise in Rußland einen massiven Einbruch der Umsatzzahlen aus. Die Weihnachtseinkäufe brachten im November zwar eine kurze Erholung, seither zeigt die Entwicklung jedoch Rückgänge um 30 - 40 % im Vorjahresvergleich.

Die Umsätze mit Shopping-Touristen aus Asien blieben aufgrund der Wirtschaftskrise am asiatischen Markt während des größten Teils des Jahres 1998 unter den Zahlen des vorhergehenden Jahres. Besonders im Zeitraum April - Juni ist ein deutlicher Einbruch zu erkennen. Auf diesen Tiefpunkt folgte jedoch eine deutliche Aufwärtsbewegung, die in der Vorweihnachtszeit in rund 31 % mehr Umsatz als im Vorjahr gipfelte, danach allerdings noch einmal einen Tiefpunkt erreichte. Insgesamt ist aber deutlich sichtbar, daß sich der asiatische Markt tendenziell erholt.

Unterschiedliche Bedeutung der Shopping-Touristen aus Asien und den russischen Ländern für andere EU-Staaten

Die Shopping-Touristen aus dem asiatischen Raum und den russischen Staaten spielen in den einzelnen EU-Ländern unterschiedliche Rollen:
In Deutschland etwa schlagen die Touristen aus den russischen Staaten mit 21 % Anteil am Gesamtumsatz von Global Refund noch deutlicher zu Buche als in Österreich (13 %). Die asiatischen Touristen geben in Deutschland und Österreich etwa gleich viel aus (jeweils rund 14 % Umsatzanteil).

In Großbritannien, Frankreich und Italien spielen die Shopping-Touristen aus den russischen Ländern eine marginale Rolle, umso wichtiger sind die Asiaten mit 24 % (GB), 44 % (F) bzw. 53 % (1), was besonders in Frankreich und Italien auf die dortige Heimat der internationalen Markenartikelhersteller von Bekleidung und Lederwaren zurückzuführen ist.

Auswirkung der Krisen auf Global Refund International

Die Finanzkrise in Rußland führte in allen oben genannten Ländern besonders im März 1998 zu einer massiven Verlangsamung der Umsatzentwicklung. Der echte Einbruch folgte dann im Herbst mit monatlichen Rückgängen zwischen -7,7 % und -28,4 % und starken Einbrüchen im Dezember bis -44,3 % in Deutschland.

Der asiatische Shopping-Tourismus zeigte international ebenfalls im Sommer deutliche Rückgänge um monatlich bis zu -52,8 % (Italien im August), und keinerlei Zuwachsraten von April bis Oktober in allen betrachteten Ländern. Gegen Jahresende stabilisierte sich die Situation wieder; in einigen Ländern sind sogar bereits wieder Zuwächse auch im zweistelligen Prozentbereich zu registrieren.

Durchschnittlich ausgegebene Beträge im Internationalen Vergleich

Nachholbedarf hat Österreich, aber auch Deutschland, was die Durchschnittsausgaben pro Einkauf der Touristen betrifft: 3.200,-- bis 4700.--Schilling stehen 7.000,-- bis 10.000,-- Schilling in Italien oder Frankreich gegenüber, was klar zeigt, daß der Premium-Shopping-Tourismus in erheblichem Ausmaß noch an Österreich vorbeiläuft.

Hoffnungsmarkt China

Shopping-Touristen aus China stellen einen absoluten Hoffnungsmarkt dar. Ein Vergleich der Umsatzzahlen 1997 - 1998 ergibt die stärkste Steigerung für Österreich: 1998 wurden zwar nur 22,4 Mio. öS an Umsatz erzielt, was aber mehr als einer Verdoppelung gegenüber 1997 entspricht. Danach folgt Frankreich mit einer Steigerung von 84 %. Deutschland mit 12 % und Großbritannien mit rund 1 % mehr Umsatz mit chinesischen Shopping-Touristen gegenüber 1997 zeigen hier nicht so viel Dynamik.

Global Refund unter neuer Flagge

Global Refund ist nicht nur Tax Free Shopping. Aus diesem Grund und vor dem Hintergrund der mittlerweile weltweiten Präsenz wurde der Firmenname 1998 verändert und der Firmenauftritt überarbeitet. Der neue Name Global Refund wird das Unternehmen bei der weiteren Entwicklung auch als Marktführer bei der Mehrwertsteuerrückerstattung in das nächste Jahrtausend begleiten.

In Österreich arbeitet Global Refund bei Tax Free Shopping mit 14.000 Geschäften zusammen. Der 1998 erzielte Bruttoumsatz von 2,4 Mrd. öS stammt aus 700.000 Mehrwertsteuerrückvergütungen an Shopping-Touristen aus Nicht-EU-Ländern. Weltweit erzielte Global Refund vergangenes Jahr mit diesem Produkt mit 125.000 kooperierenden Geschäften einen Bruttoumsatz von rund 100 Mrd. öS.

Global Refund bietet neben Tax Free Shopping auch weitere Produkte für den Einzelhandel und/oder Tourismus an, wie etwa Shopping Guides, Couponing-Aktionen oder den Vertrieb der Wien-Karte.

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