Freiheitliche Gewerkschaft negiert Entwicklung

Freiheitliche Polizisten leugnen Rassismus

Wien (OTS) Die Reaktionen des Freiheitlichen Polizeigewerkschafters Michael Kreissl auf die Präsentation des Rassismusberichts der Anti-Rassismus-Hotline von Helping Hands gehen an der Relität vorbei. "Kreissl hängt der These an, alle Schwarzafrikaner wären Drogendealer und verweigert jede sachliche Diskussion über Zahlen, die Grund zur Sorge geben sollten", resümiert Peter Marhold, Obmann von Helping Hands, "das Totschlagargument des Möchtegern-Personalvertreters ist genauso realitätsnah wie eine Behauptung, alle Polizisten wären Rassisten."

"Die Unterstellung, daß wir Dealer vertreten würden, ist aus der Dokumentation leicht zu entkräften", stellt die Projektleiterin der Anti-Rassismus-Hotline, Johanna Landgrebe, fest. Die meisten Betroffenen sind Personen, die sich langjährig in Österreich aufhalten und einem geregelten Arbeitsleben nachgehen. Viele sind im Lauf der Zeit österreichische Staatsbürger geworden, denen durch derartige "Kontakte" mit der Exekutive das grundsätzlich bestehende Vertrauen in diese und den österreichischen Rechtsstaat genommen wird.

"Das Umdenken von Josef Kleindienst in der gestrigen ZIB III, in der er erstmals die Existenz von schwarzen Schafen im Apparat eingeräumt hatte, hat sich offensichtlich in der FPÖ noch nicht herumgesprochen", kommentiert Peter Marhold die unterschiedlichen Töne, die aus der FPÖ und ihren Vorfeldorganisationen zu hören sind. Wenn eine europaweite Umfrage zum Thema Rassismus erschreckend hohe Zahlen bringt, ist der Handlungsbedarf sowohl der EU als auch staatlicher Stellen eindeutig gegeben. Ein Leugnen der Situation zeigt bloß, daß sich die FPÖ unter völligem Realitätsverlust gegen jede konstruktive Tätigkeit sperrt.

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Peter Marhold

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