Zukunftsfähigkeit der Weltwirtschaft ist abhängig von Ressourcen

Schmidt-Bleek: Produkten mit hoher Ressourcenproduktivität gehören die Märkte von morgen

Wien (Pwk) - "Rein physikalisch wird es auf dem Ressourcensektor Engpässe für eine Welt von mehr als 10 Milliarden Menschen geben. Daher wird die Dematerialisierung der Produkte oder die Erhöhung der Ressourcenproduktivität zur Überlebensfrage und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft werden. Sie ist gleichzeitig der kostengünstigste Weg, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können", betonte Prof. Friedrich Schmidt-Bleek, Präsident des Faktor 10-Institutes, anläßlich der Präsentation seines neuen Buches "Ökodesign - Vom Produkt zur Dienstleistungserfüllungsmaschine" im Rahmen der Schriftenreihe des WIFI Österreich. ****

Der Energie- und Ressourcenverbrauch des Wirtschaftssystems muß in Zukunft deutlich reduziert werden. Führende Experten fordern eine Absenkung des Verbrauches um den Faktor 10, das bedeutet auf 10 Prozent des heutigen Standes in den Industriestaaten und zwar ohne Einbuße an Lebensqualität. "Ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung kann mittels Ökodesign erreicht werden. Bisher stand im Mittelpunkt von ökologischem Design die Gestaltung von Gütern, die möglichst keine Schadstoffe enthalten, aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und wenig zur Freisetzung klimawirksamer Gase beitragen. Über diesen Ansatz hinausgehend hat Prof. Schmidt-Bleek das MIPS-Konzept (Material-Input pro Service-Einheit oder Nutzen) entwickelt, mit welchem systematische Fortschritte in der Dematerialisierung von Produkten auch meßbar geworden sind.

Beispiele wie eine Skibindung, die durch Verwendung von Kunststoff- statt Aluminiumteilen leichter, billiger und ökologischer und zwar um den Faktor 4,8 wurde, zeigen, daß diese Innovation gleichzeitig auch die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Der Einsatz einer Biomasseheizung wie Holzpellets statt einer Ölheizung ergibt beispielsweise bereits einen Faktor 5,5 bei der Errichtung inklusive einem zwanzigjährigen Betrieb.

Die WIFI-Broschüre, die Prof. Schmidt-Bleek mit den beiden WIFI-Koautoren Herbert Waginger und Heinz Mooss erstellt hat, ist im Rahmen des Forschungsprojektes "Umweltverträglichkeit von Produkten unter Nutzung des MIPS-Konzeptes", das vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Verkehr und dem Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie beauftragt wurde, entstanden. Sie ist als Leitfaden sowohl für Berater als auch Unternehmer zur praktischen Anwendung von Ökodesign gedacht und richtet sich in erster Linie an den produzierenden Sektor. Vor allem Fragen des Einkaufes ökologisch günstiger Vorprodukte sowie der Vermarktung ökoeffizienter Produkte wird vorrangige Priorität eingeräumt. Der Kontakt zum Endverbraucher ist für die Entwicklung und Vermarktung eines Produktes von großer Wichtigkeit, um auf die eigentlichen Bedürfnisse des Kunden Rücksicht nehmen zu können.

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