Hormonfleisch: Wirtschaftskammer urgiert WTO-konforme Lösung

USA publizierte Liste von Waren, die mit hundertprozentigen Strafzöllen belegt werden, falls keine Einigung erzielt wird

Wien (PWK) - Im Streit zwischen USA und Europäischer Union um hormonbehandeltes Fleisch drängt die Zeit. Die US-Regierung hat am 22. März eine vorläufige Liste von Waren publiziert, die mit Strafzöllen von 100 Prozent belegt werden könnten. Die Zölle sollen dann verhängt werden, wenn sich die Streitparteien bis zum 13. Mai 1999 nicht auf eine Zulassung von hormonbehandeltem Fleisch in der EU oder eine entsprechende Kompensation einigen. "Um weiteren Schaden für die österreichische Exportwirtschaft zu vermeiden, muß hier möglichst rasch eine WTO-konforme Lösung gefunden werden", urgiert Walter Ertl, Leiter der Abteilung für Integrations- und Handelspolitik in der Wirtschaftskammer Österreich. "Diese könnte zB eine Kennzeichnungspflicht für US-Fleisch bedeuten, die von den USA akzeptiert wird, oder aber eine noch zu verhandelnde Kompensationsleistung". ****

Wie die Veröffentlichung der Warenliste zeigt, lassen die USA keinen Zweifel aufkommen, daß sie alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wollen, um eine termingerechte Zulassung von hormonbehandeltem US-Rindfleisch in der EU zu erreichen. Die Liste, die hauptsächlich landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungsmittel, aber auch Klebstoffe, Viskosefasern, Garne aus künstlichen Spinnstoffen und Motorräder umfaßt, ist nunmehr Gegenstand eines umfassenden Konsultationsprozesses mit den betroffenen US-Unternehmen.

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