Sonderurlaub für Landesbedienstete bei Feuerwehreinsätzen

Pröll: Land möchte damit mit gutem Beispiel vorangehen

St.Pölten (NLK) - Tag für Tag stehen tausende Feuerwehrmänner in Niederösterreich an vorderster Front, wenn es um Brandbekämpfung, Unfälle oder technische Einsätze geht. Zunehmend sind aber auch die Feuerwehren mit dem Problem konfrontiert, daß aufgrund des hohen Anteils der Auspendler und der Abwanderung mancherorts die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleistet werden kann. Dazu kommt, daß sehr oft private Dienstgeber immer weniger bereit sind, ihren Mitarbeitern für Einsätze dienstfrei zu geben. Das Land will hier nun mit gutem Beispiel vorangehen. "Ab sofort bekommen Landesbedienstete für notwendige und unaufschiebbare Einsätze Sonderurlaub", so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in einem Pressegespräch. Diese Dienstfreistellungen gelten auch für notwendige Schulungen und Übungen, und zwar im vertretbaren Ausmaß. Pröll: "Es kann doch nicht sein, daß sich Menschen, die sich für andere einsetzen und dabei ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, auch noch bestraft werden." Konkret sind vom diesem Erlaß, der heute vom Landeshauptmann unterschrieben wurde, von den 18.000 Landesbediensteten rund 3.000 Feuerwehrmänner und -frauen betroffen.

Großen Stellenwert hat für Pröll auch die Jugendarbeit der Feuerwehren in Niederösterreich. "In einer Zeit, in der die Jugend großen Verlockungen (Drogen, Kriminalität etc.) ausgesetzt ist, bieten die Feuerwehren die Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung." Die Jugend ist laut dem niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommandanten, Wilfried Weissgärber, auch ein Hoffnungsträger der Zukunft. "Von den fast 70.000 Aktiven sind über 3.400 Mitglieder Jugendliche - mit steigender Tendenz." Auch die Frauen sind im Vormarsch. Derzeit gibt es rund 1.000 Frauen bei den niederösterreichischen Feuerwehren. Das größte Problem für Weissgärber ist die Sicherung der täglichen Einsatzbereitschaft. In manchen Regionen gebe es hier bereits Probleme. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit sollten deshalb bei der Aufnahme von Gemeindebediensteten Feuerwehrleute von Vorzug erhalten, so Weissgärber. Dies könnte sich der Landesfeuerwehrkommandant auch für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft vorstellen. Das könnte vor allem durch eine steuerliche Bevorzugung der Unternehmen erreicht werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2163

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK