ARBÖ: Das Auto als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich

Gemeinsame Enquete mit dem Arbeitskreis der Automobilimporteure

Wien (ARBÖ): Österreich baut mehr Automotoren pro Kopf der Bevölkerung als jedes andere Land der Welt. Vor allem dank den Großinvestitionen von BMW, Opel/General Motors und Chrysler übersteigt der Wert der automotiven Exporte jenen der Automobil-Importe bei weitem. 363.000 Österreicher finden direkt oder indirekt durch das Auto Beschäftigung. Dennoch wird das Autofahren in Österreich im internationalen Vergleich relativ hoch belastet.

Um den Wirtschaftsstandort Österreich nicht zu gefährden, wird die künftige Steuerpolitik der Bundesregierung dieser Tatsache Rechnung tragen müssen.

ARBÖ und Arbeitskreis der Automobil-Importeure in der Industriellenvereinigung haben zu diesem Thema unter dem Titel "Am Steuer für die Steuer? - Das Auto als Wirtschaftsfaktor" eine Enquete abgehalten, bei der die Bedeutung des Autos als Wirtschaftsfaktor anhand eines breiten Spektrums an Spezialthemen beleuchtet wurde.

Einleitend erläuterte Mag. Elisabeth Brugger-Brandau, volkswirtschaftliche Referentin des ARBÖ, die wirtschaftliche Dimension: 5,3 Millionen Kraftfahrzeuge - davon 3,9 Millionen Personen- und Kombinationskraftwagen - in Österreich im Bestand, dazu beinahe 400.000 Neuzulassungen von Kraftfahrzeugen jährlich -davon etwa drei Viertel Pkw und Kombi - stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Ein Schwerpunkt ist die Besteuerung dieser Kraftfahrzeuge. Über 60 Milliarden Schilling an Abgaben (Steuern, Mauten, etc.) stammen im Jahr 1998 aus dem Kraftfahrzeugverkehr. Mehr als drei Viertel dieser 60 Milliarden Schilling werden von
den privaten Pkw Zulassungsbesitzern geleistet.

Der WIFO-Experte Dr. Wilfried Puwein stellte in seinem Referat über den Kraftstoffmarkt in Österreich seine kürzlich dazu erstellte Studie vor, welche die Basis für die hochaktuelle Diskussion über die überhöhten österreichischen Treibstoffpreise darstellt. Die Preise für Kraftstoffe ohne Steuern (Nettopreise)
an den Zapfsäulen in Österreich sind die höchsten in Europa, wobei sich dies nur zum geringen Teil durch Standortfaktoren, wie Lohn-und Transportkosten, Umwelt- und gewerberechtliche Auflagen erklären läßt.

Aspekte des Konsumentenschutzes bei allen Fragen rund um den
Kauf des Autos brachte Dr. Gottfried Mayer vom Büro für Konsumentenfragen im Bundeskanzleramt ein. Die unlängst erarbeiteten Musterkaufverträge erwirken künftig eine verbesserte Position für Autokäufer.

Von der Entwicklung der letzten Tage in Brüssel bezüglich der EU-Altautorichtlinie, mit der die Verabschiedung eines gemeinsamen Standpunktes auf Juni verschoben wurde, berichtete Mag. Axel Steinsberg von der Wirtschaftskammer Österreich. Im Vordergrund seiner Ausführungen stand die Frage, inwieweit die derzeit in Österreich bestehende freiwillige Vereinbarung durch die geplanten Maßnahmen betroffen sein wird und welche Belastungen durch ein gegebenenfalls erforderliches Pool-System auf die Kfz-Wirtschaft
und damit in Folge auf die Konsumenten zukommen.

Derzeit bestehende steuerliche Belastungen des Kfz-Verkehrs und Überlegungen zur künftigen Gestaltung präsentierte Dr. Anton Rainer vom Bundesministerium für Finanzen.

Interessante Aspekte zum Thema "Die Bedeutung des Verkehrsträgers Straße und seine Finanzierung" brachte Dr. Gerold Estermann vom Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten. Die Abgabenbelastung des Kraftfahrzeugverkehrs in Österreich spielt dabei insofern eine bedeutende Rolle, als sich die Diskussion über die Straße zu einem großem Teil auf die Finanzierungsproblematik bezieht.

Das Spannungsfeld zwischen Bewahrung errungener Mobilität für Alle und den sorgsamen Umgang mit den Ressourcen sowie den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln sorgt für nationale Diskussion in Österreich ebenso wie für Vorschläge der Europäischen Union zur künftigen Bewältigung des Verkehrs, wie z.B. im Weißbuch über faire und effiziente Preise im Verkehr. Diesen europäischen Aspekt stellte Mag. Karin Stanger vom Bundesministerium für Verkehr dar.

Die Bedeutung des Autos als Wirtschaftsfaktor konnte im Rahmen dieser Veranstaltung auf eindrucksvolle Weise dargestellt werden. Allen Teilnehmern wurde vor Augen geführt, daß die Grenze der finanziellen Belastbarkeit erreicht ist und künftige Maßnahmen mit Bedacht gewählt werden müssen, um den Wirtschaftsstandort Österreich mit seinen 363.000 durch das Auto direkt und indirekt Beschäftigten nicht zu gefährden.

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