Hermann Schnell - Doyen der Schulpolitik wird 85

Wien, (OTS) Stadtschulratspräsident a.D. Hofrat Dr. Hermann Schnell feiert dieser Tage seinen 85. Geburtstag. Hermann Schnell prägte während seiner elfjährigen Tätigkeit (1969-1980) als Stadtschulratspräsident die Wiener Schulpolitik: Der in den 70er Jahren enorme Ansturm an die Höheren Schulen konnte in Wien hervorragend bewältigt werden. Auch der endgültige Durchbruch koedukativer Unterrichtsformen ist mit Hermann Schnell verbunden.

Schnell wurde 1970 von der SPÖ in den Bundesrat berufen, 1971 in den Nationalrat, wo er die Funktion des Schulsprechers in der Sozialistischen Partei ausübte. In seine Zeit als Parlamentarier fielen bahnbrechende Reformen wie unentgeltliche Schulbücher für alle, freie Schulfahrt sowie die Einrichtung der Vorschulklassen
und des Fremdsprachenunterrichts in den Volksschulen.

Hermann Schnell, der das österreichische Bildungswesen, den Kulturanspruch und das Menschenbild der Sozialdemokratie entscheidend geprägt hat, feiert in diesen Tagen seinen 85. Geburtstag.

Nach seinem Rückzug aus dem Stadtschulrat war Schnell noch zwei Jahre Obmann des Sozialistischen Lehrervereins, 1983 schied
er dann auch als Abgeordneter zum Nationalrat aus.

Das kürzlich erschienene Buch "Hermann Schnell - Erinnerung und Lebenswerk", herausgegeben von Oskar Achs und Karl Sretenovic, enthält Erinnerungen Hermann Schnells, Zeitzeugen-Berichte zur Schulreform der 70er Jahre und eine Dokumentation wichtiger
Quellen zur Schulreform der Ära Kreisky. Erschienen ist das Buch
im öbv&hpt Verlag. (Schluß) ssr

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