Laska: EU-Austauschprojekt gut angelaufen

Wien gibt Qualität für Europäischen Freiwilligendienst vor

Wien, (OTS) Im Jahr 1998 wurde Melange als Sonderprojekt des EU-finanzierten Jugend-Austauschprogramms Europäischer Freiwilligendienst (EFD) vom Wiener Landesjugendreferat (MA 13)
ins Leben gerufen. Vizebürgermeisterin Grete Laska präsentierte das Projekt am Dienstag im Pressegespräch des Bürgermeisters: "Um das EFD-Projekt Melange qualitätsorientiert zu fördern, initiierte Wien eine transeuropäische Städtepartnerschaft und stellte zusätzliche zwei Millionen Schilling zur Verfügung. Es geht uns darum, vielen Jugendlichen, gute Chancen für europäische Kontakte zu bieten."

Mit der Durchführung von Melange wurde die Wiener EFD-Regionalstelle "Grenzenlos Europa" beauftragt. Träger ist der Verein "Wiener Jugendkreis" in Kooperation mit der MA 13-Landesjugendreferat.

Während sich internationale Austauschprogramme wie Au Pair-oder Studien-Aufenthalte vorwiegend an junge Menschen aus höheren Bildungs- und Einkommensschichten richten, bietet Melange -entsprechend einem EFD-Ziel - auch Lehrlingen, körperbehinderten jungen Menschen und sozial Benachteiligten die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln.****

Zweiter Melange-Turnus vor kurzem angelaufen

Ein Melange-Programm dauert sechs bis zwölf Monate lang. Der erste Turnus läuft seit Oktober 1998, der zweite seit Februar
1999. Die ersten ausländischen 27 Melange-TeilnehmerInnen kommen aus Frankreich, Großbritannien, Spanien, Griechenland, Schweden, Dänemark, Portugal und Deutschland. Umgekehrt brachen im Herbst 1998 die ersten 26 jungen WienerInnen ins Ausland auf. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse tragen zu einer stärkeren internationalen Bewußtseinsbildung junger EU-BürgerInnen bei.

Für Herbst sind noch Plätze frei

Bis zum 30. April 1999 können sich 18- bis 25-jährige WienerInnen für den Melange-Herbst-Turnus (Oktober 1999 - März 2000) anmelden. Auch gemeinnützige Vereine und Organisationen, die sich als Einsatzstellen für ein Melange-Projekt interessieren, können sich bis spätestens 14. Mai melden. Nähere Infos sind bei "Grenzenlos Europa" erhältlich.

Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren aus Wien bzw. aus Melange-Partnerstädten können während ihres sechs- bis zwölfmonatigen Aufenthalts:

o die Gaststadt mit ihren kulturellen Angeboten kennenlernen,
o erste Berufserfahrungen in gemeinnützigen Einrichtungen sammeln

und
o Freundschaften mit jungen EU-BürgerInnen knüpfen.

Full Service für junge EuropäerInnen

Entsprechend dem EFD-Programm finanziert Melange den TeilnehmerInnen die An- und Abreise, die Unterkunft, die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, Sprach- und Weiterbildungskurse und die Verpflegung. Als Gegenleistung müssen sich die Jugendlichen bereit erklären, 30 Stunden pro Woche in einer gemeinnützigen Einrichtung mitzuarbeiten. Vier Arbeitsfelder stehen in Wien
offen:

o Umwelt, z.B. World Wildlife Found
o Medien, z.B. Radio Orange
o Jugend, z.B. ein Jugendzentrum der Stadt Wien
o Rassismus, z.B. SOS Mitmensch

Zusätzliche 2 Millionen öS für MentorInnen und Sprachkurse

Einzigartig ist, daß die Stadt Wien jeder/m Melange-TeilnehmerIn ein/e ungefähr gleichaltrige/r, persönliche/r BetreuerIn mit eigener Jugendaustausch-Erfahrung zur Seite steht.
Zu ihren/seinen Aufgaben zählen u.a. gemeinsame Besuche von Wiener Kultureinrichtungen, Skikurse, Wanderungen oder die Vermittlung
von Kontakten zu jungen StadtbewohnerInnen. Eine weitere Besonderheit des Wiener EFD-Projekts Melange: Der verpflichtende Besuch von Sprachkursen hilft, relativ schnell, Sprachbarrieren zu überwinden.

In Wien nur eine zentrale Anlaufstelle

Beispielhaft ist in Wien auch die reibungslos funktionierende Zusammenarbeit der maßgeblich beteiligten Wiener EFD-Partnerorganisationen:

o das Landesjugendreferat (MA 13) als Auftraggeber auf

Gemeindeebene
o Grenzenlos Europa, eine Einrichtung des Vereins ICYE Austria

(International Christlicher Jugendaustausch in Österreich) als Durchführende
o der Verein "Wiener Jugendkreis" als Trägerorganisation
o das Interkulturelle Zentrum als Koordinationsstelle auf

nationaler Ebene (von EU-Kommission und Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie beauftragt)
o die Mitwohnzentrale als Vermittler von Unterkünften

Die zentrale Abwicklung der einzelnen Melange-Projekte durch das "Grenzenlos Europa"-Team ermöglicht, eine im Vergleich zu sonstigen EFD-Programmen deutlich unkompliziertere Durchführung. Während potentielle EFD-Einsatzstellen in anderen Ländern Antrags-und Abrechnungs-Formulare, Konzepte und Zwischenberichte jeweils
an unterschiedliche Stellen richten müssen, punktet die Stadt Wien mit einer einzigen Anlauf- und Koordinationsstelle.

Melange im Programm einer europäischen Städtekonferenz

Die unbürokratische Abwicklung, die strukturell geförderte soziale Integration durch MentorInnen und Sprachkurse sowie die finanzielle Unterstützung durch die Stadt Wien zeichnen das
Projekt als vorbildhaftes EFD-Programm aus. Seine hohe Qualität läßt auch europaweit aufhorchen.

Die TeilnehmerInnen des ersten Melange-Turnus erarbeiteten
auf Basis ihrer Erfahrungen außerdem ein Statut mit Mindest- und Optimalstandards für EFD-Programme in Wien und anderen europäischen Ländern. Im Herbst wird es bei einer europäischen Städtekonferenz von VertreterInnen des Europäischen Freiwilligendienstes behandelt und soll in die jeweiligen lokalspezifischen EFD-Programme einfließen.

Infos und Anmeldung

An Melange interessierte junge WienerInnen und gemeinnützige Vereine richten sich an: "Grenzenlos Europa": 9.,
Liechtensteinstr. 20/9, Di, 15-18 Uhr und Do 10 -13 Uhr
Tel.:315 76 36, E-Mail: melange@magnet.at
(Schluß) us/

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