Raumordnung will uralte, bewährte Strukturen nutzen

Mehr Verantwortung und Kooperation auf Gemeindeebene

St.Pölten (NLK) - Eine Raumordnungsenquete brachte gestern im NÖ Landhaus in St.Pölten eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Raumordnung und einen Ausblick in zukünftige Entwicklungen. Dr. Gerhard Silberbauer, Leiter der Gruppe Raumordnung und Umwelt beim Amt der NÖ Landesregierung, faßte die Diskussionsbeiträge der internationalen Referenten zusammen und zeichnete ein Bild der Raumordnung in der Entwicklung: Die Raumordnung werde von der Gemeindeebene bis zur EU zu einem politischen Hauptthema der nächsten Jahrzehnte. Sie werde zum Korrektiv angesichts einer sich globalisierenden und zunehmend marktwirtschaftlich organisierenden Wirtschaft. Im Zuge der Ostöffnung und im Vorfeld der EU-Erweiterung werde die Konfliktträchtigkeit steigen. Hier müsse man einem Populismus entgegensteuern, der die Raumordnung "aufzufressen" drohe. Die Nachhaltigkeit in der Raumnutzung sei sicherzustellen. Dazu sei es wichtig, die Raumordnungs-Verantwortung über mehrere regionale Ebenen zu verteilen. In Niederösterreich gelte es, ein Kleinregionen-Konzept zu verwirklichen. Den Gemeinden werde mehr Raumordnungsverantwortung auferlegt, gleichzeitig werde aber die Kooperation verstärkt. Das beinhalte ein höheres Maß an Beteiligung der Bürger, der Gemeinden, der Kleinregionen, aber auch der größeren Regionen und der Stadt-Umland-Regionen. Kraft für diese neue Verantwortung sollten die Gemeinden aus ihrer regionalen Identität schöpfen. Dabei sei es sinnvoll, historisch gewachsene Strukturen zu nutzen: die kleinregionale Ebene der Gerichtsbezirke. In Niederösterreich gibt es 60 davon. Mit funktionierenden INTERREG-Programmen werde es gelingen, auch die Probleme grenzüberschreitender Regionen in den Griff zu bekommen, stellte Dr. Silberbauer fest.

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