Verein Ananas unterstützt Problemfamilien

Bauer: Heimunterbringung soll vermieden werden

St.Pölten (NLK) - Hilfe und Unterstützung von sogenannten "Problemfamilien" im Bezirk Gänserndorf bietet der Verein "Ananas" in Gänserndorf, den es seit über einem Jahr gibt. Familien in Krisensituationen erhalten von insgesamt 17 Psychologen, Psychotherpeuten, Sozialarbeitern, Juristen und Medizinern Unterstützung und Beratung. Betreut werden verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche sowie Kinder mit besonderen Bedürfnissen. "Durch die Vielzahl an Fachleuten sind wir in der Lage, jeder Familie ein ‚maßgeschneidertes Paket‘ anzubieten. Wir betreuen Kinder und Jugendliche auch direkt in der Familie, was sich besonders bewährt hat", erläutert Mag. Renate Doppel, Obfrau des Vereins. Und auch Familien, die von sich aus nicht bereit seien, ihre Probleme zu lösen, würden von der Jugendabteilung des Landes verpflichtet, eine Beratung in Anspruch zu nehmen. Doppel: "Das sind meist Familien, die unter einer Vielzahl von Problemen wie etwa Krankheit, finanzielle Not und soziale Benachteiligung leiden." Oberstes Ziel des Vereins sei, eine Unterbringung der Kinder in Heimen zu verhindern. Eine angeschlossene Familienberatung stehe vorbeugend sowie zur Nachbetreuung zur Verfügung. Vor der Gründung des Vereins habe es kaum Möglichkeiten gegeben, Familien im Bezirk Gänserndorf zu helfen. Die Kinder seien in besonders kritischen Situationen in einem Heim untergebracht worden.

Doppel: "Seit Bestehen des Vereins wurden bereits 18 Familien mit insgesamt 41 minderjährigen Kindern im Rahmen der ambulanten Familienhilfe betreut. Eine Heimunterbringung war in keinem Fall notwendig. Außerdem wurden im vergangenen Jahr 768 Beratungen durchgeführt " Derzeit würden 14 Familien mit insgesamt 36 Kindern die Hilfe des Vereins in Anspruch nehmen.

Finanziert wird der Verein "Ananas" bei Gefährdung der Kinder aus dem Budget der NÖ Jugendwohlfahrt, die Familienberatungsstelle wird vom Familienministerium und dem Land unterstützt.

Landesrat Dr. Hannes Bauer begrüßt Initiativen dieser Art: "Wir wollen in der NÖ Jugendwohlfahrt davon wegkommen, Jugendliche in Heime einzuweisen. Statt dessen fördern wir die familienunterstützende Arbeit." Ambulante Familienbetreuungen seien zudem erfolgversprechender.

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