Hostasch: Tuberkuloseerkrankungen in Österreich rückläufig-

Strenge Melde- und Behandlungsbestimmungen zeigen Wirkung

Wien, 23. März 1999 (BMAGS).- Anlässlich des morgigen Welt-Tuberkolose-Tages legte Gesundheitsministerin Lore Hostasch den aktuellen Tuberkulose-Status für Österreich vor. Die erfreuliche Bilanz: Die Zahl der Erkrankungen ist rückläufig. Wurden 1996 noch 1.468 Erkrankungsfälle registriert, waren es 1997 nur noch 1.366. Eine erste Analyse der Zahlen für 1998 lässt einen weiteren Rückgang erkennen. Die vorläufige Auswertung ergibt für das Jahr 1998 1.226 TBC-Fälle in Österreich, davon 750 Männer und 456 Frauen. Gesundheitsministerin Lore Hostasch führt diese Entwicklung auf die strengeren, qualitätsgesicherten Meldebestimmungen zurück, die seit 1995 gelten. Zusätzlich zur Erkrankungsmeldung müssen auch die Behandlungsarten und der Behandlungserfolg dokumentiert werden. "Österreich hat mit der frühzeitigen Einführung dieses Qualitätsstatus europaweite Maßstäbe gesetzt. Diese Dokumentationsform ist mittlerweile für die gesamte EU verpflichtend. Es konnte dadurch eine weitere Sensibilisierung der Ärzte erreicht werden, die zu einem besseren Behandlungserfolg beiträgt", so die Gesundheitsministerin.****

Österreichweit wurde 1995 bei 1448 Personen TBC diagnostiziert
(943 Männer; 505 Frauen). 1996 lag die Gesamtzahl bei 1.468 (960 Männer, 508 Frauen). Der Wert für 1997 beträgt gesamt 1.366 (853 Männer, 513 Frauen).

Nach Bundesländern geordnet wurden die meisten
Erkrankungsfälle im Jahr 1997 in Wien mit 392 Erkrankungen, gefolgt von Oberösterreich mit 272 und Niederösterreich mit 190 verzeichnet. Die wenigsten TBC-Kranken gab es in Tirol mit 44 Fällen, im Burgenland mit 50 und in Vorarlberg mit 61. Im Mittelfeld die Steiermark mit 166, Kärnten mit 114 und Salzburg mit 77 Erkrankungen.

In Österreich wurde bereits im Jahr 1995 von einer rein tabellarischen Einzelmeldung auf eine Qualitätskriterien unterstützte Einzelmeldung umgestellt. Dadurch wurde eine lückenlose TBC-Kontrolle möglich. Es ist heute nachvollziehbar, welche Behandlungsart gewählt wurde und wie effizient hinsichtlich des Behandlungserfolgs diese gewesen ist.

Keine Antibiotika-Resistenzprobleme bei TBC in Österreich

Österreich ist im Rahmen des Europäischen Netzwerks zur Überwachung von Infektionskrankheiten auch in das Antibiotika-Resistenz-Kontrollprogramm der EU eingebunden. Im Beobachtungszeitraum 1995 - 1997 war der Anteil der mehrfachresistenten TBC Erreger in Österreich verschwindend gering. Lediglich sechs Fälle einer Mehrfachresistenz konnten nachgewiesen werden. Über 95 % der TBC-Fälle sprachen auf herkömmliche Behandlungsmethoden an.

Weltweit erkranken wöchentlich 150.000 Menschen nach Angaben
der Frankfurter Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) an Tuberkulose. 95 % aller TBC-Fälle treten in Entwicklungsländern auf. Gesundheitsministerin Lore Hostasch setzt sich daher für eine noch weitergehende internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen diese Krankheit ein. "Die Weltgemeinschaft ist aufgerufen ihre Kräfte bei Forschung und Behandlung im Bereich der Tuberkulose zu konzentrieren und auszuweiten. Ziel muss die vollständige Ausrottung dieser Seuche sein", so Hostasch abschließend.

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