AK Test: Verpackte Schnittwurst hält nicht so lange wie versprochen

AK fordert kürzere Haltbarkeitsfristen

Wien (OTS) – Die Haltbarkeitsfristen bei verpackter, aufgeschnittener Wurst stimmen nicht, kritisieren die Wiener AK Konsumentenschützer: Drei Viertel der untersuchten Wurstproben waren auch bei guter Lagerung bereits zum angegebenen Ablauftag verdorben. Das zeigt eine Untersuchung der AK Wien von 27 vorverpackten Produkten. Die Konsumenten können sich auf die angegebenen Ablaufdaten nicht verlassen, bemängelt die AK. Die Einhaltung der maximalen Kühltemperaturen – wie in der neuen Hygiene-Verordnung festgelegt - muß nun konsequent kontrolliert werden, verlangen die AK Konsumentenschützer. ****

Haltbarkeitsfristen für die "Wurst"
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Meist tritt das natürliche Ende bereits ein paar Tage vor dem am Etikett angegebenen Datum-Ende ein. Das zeigt eine Untersuchung der Wiener Konsumentenschützer Ende des Vorjahres.

Von 27 verpackten, aufgeschnittenen Wurstproben waren im Rahmen einer Doppeluntersuchung 74 bis 85 Prozent zu beanstanden.

Die AK Konsumentenschützer haben diesmal von jeder Probe zwei Packungen mit gleichem Mindesthaltbarkeitsdatum in elf Wiener Supermärkten eingekauft. Eine Packung wurde von der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Gemeine Wien und eine von der Lebensmittel-Versuchsanstalt Blaasstraße geprüft. Nach dem Einkauf wurde die Wurst in Kühlboxen in die Prüflabors transportiert und bei Lagertemperaturen - wie am Etikett angegeben - bis zum Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums gelagert. Die Wurstproben wurden einer sensorischen, organoleptischen und mikrobiologischen Untersuchung unterzogen.

Die Wirtschaft hatte im Herbst 1998 die Ergebnisse einer AK Wurst-Untersuchung, bei der ähnliche Resultate festgestellt worden
waren, als unseriös kritisiert. Daher haben die AK Konsumentenschützer bei dieser Erhebung zwei unabhängige Prüflabors mit der Untersuchung beauftragt. Die Ergebnisse beider Prüflabors zeigten eine gute Übereinstimmung. Die Lebensmittel-Untersuchungsanstalt der Gemeinde Wien mußte nach der Lagerung bis zum Ablaufdatum 20 Proben (74 Prozent) beanstanden, die Lebensmittel-Versuchsanstalt Blaasstraße beurteilte 23 Proben (85 Prozent) als verdorben.

Angaben verkürzen – Temperaturen kontrollieren
Die AK-Konsumentenschützer sind mit den Ergebnissen völlig unzufrieden.
Das Ergebnis beweist, daß die Hersteller die Problemlage offenbar nach wie vor ignorieren.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist für die Konsumenten ein wichtiger Anhaltspunkt betont die AK. Sie müssen sich auf das Datum
verlassen können. Die AK fordert:

Die Hersteller bzw Verpacker müssen die Haltbarkeitsangaben bei
den vorverpackten Waren auf ein realistisches Maß reduzieren.

Die durchgehende Einhaltung der Kühlkette von der Erzeugung bis zum Verkauf ist wesentlich für die Lebensmittelqualität. Die Ergebnisse belegen abermals die Richtigkeit der AK Forderung nach gesetzlichen Regelungen, die mit der nunmehr seit 1. März geltenden neuen Hygieneverordnung, umgesetzt wurde.
Bei bestimmten Produkten sind Obergrenzen für die Lagertemperatur vorgeschrieben. So darf beispielsweise Frischfleisch bei maximal 4 Grad Celsius gelagert werden.
Die Lagertemperatur, die der Hersteller am Produktetikett angibt, muß bis zur Abgabe an den Konsumenten durchgehend eingehalten werden.

Damit die neuen, konsumentenpolitisch sehr wichtigen, Bestimmungen von den Herstellern auch ernst genommen werden, muß die Einhaltung der Temperatur von den Erzeugern bis zum Verbrauch kontrolliert werden. Verstöße sind konsequent zu sanktionieren.

Tip der Konsumentenschützer
+ Wichtig ist, ob für eine gute Kühlung der Produkte gesorgt ist. + Gekühlt gelagerte Produkte sollten grundsätzlich so rasch wie möglich nach dem Einkauf in den Kühlschrank gegeben werden. Da derzeit das angegebene Ablaufdatum nur selten hält, was es verspricht, sind die Konsumenten gut beraten, derartige Waren bereits entsprechend vor dem Ablaufdatum zu verbrauchen.

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