10. Jahrestag der Exxon Valdez-Katastrophe vor Alaska THWA: Tierschutz endet nicht vor nationalen Grenzen

Wien (OTS) - Am 24. März 1989 führte die Havarie des Tankers Exxon Valdez vor der Küste Alaskas zu einer der größten Umweltkatastrophen der Geschichte. 42.000 Tonnen Öl flossen ins Meer und verseuchten fast 2000 km Küste. Tausende Tiere mußten ihr Leben lassen. Noch heute leidet das Ökosystem an den Folgen der Verseuchung. Den traurigen 10. Jahrestag des Unglücks nutzt das TIERHILFSWERK AUSTRIA (THWA), darauf hinzuweisen, daß effektiver Tierschutz untrennbar mit Internationalisierung verbunden ist.

In den Morgenstunden des 24.März 1989 läuft der Öltanker Exxon Valdez im Bligh Reef, im Prince William Sund auf Grund. Innerhalb kurzer Zeit war ein Küstengebiet von 2000 km verseucht. Alaska, das Sinnbild intakter Wildnis, erlebte die größte Umweltkatastrophe seiner Geschichte. Dramatische Rettungsaktionen zur Rettung der Tierwelt setzten sofort ein. Dennoch kam für geschätzte 250.000 Vögel, 2.800 Seeotter, 300 Robben und 13 Orcas jede Hilfe zu spät. Sie alle gingen elendiglich an den Folgen der Ölverschmutzung zugrunde.

Heute, zehn Jahre danach, leidet das Ökosystem an der Westküste Alaskas noch immer an den Schäden des gigantischen oil spills. Unter vielen Steinen quillt Mousse hervor, eine für das Tierleben gefährlich Emulsion aus Wasser und Öl. Der Lachsbestand ging um ein Drittel, der Heringbestand gar um die Hälfte zurück. Und nach Angaben des Oil Spill Trustee Council, jener Organisation, die für die Restauration der Umwelt verantwortlich ist, hat sich nur der Bestand der Weißkopfseeadler erholt. 27 weitere Spezies, vor allem viele Vögel- oder Fischarten, aber auch Robben, haben das Öko-Disaster immer noch nicht überwunden, ja nehmen sogar sukzessive an Zahlen ab.

Mag. Alexander Willer, THWA: "Effektiver Tier- und Artenschutz kann nur durch internationale Allianzen herbeigeführt werden. Globalisierung ist auch hier angesagt. Denn Bedrohungen - sei es durch Öl- oder Chemiekonzerne, die Abholzung weiter Waldgebiete oder Jagdtourismus - macht nicht vor Landesgrenzen halt. Für das THWA ist gerade Nordamerika von strategischer Bedeutung, vor allem Westkanada und Alaska."

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