BÄR UND WOLF AUF DER ABSCHUßLISTE TROPHÄENJAGD: TIERHILFSWERK AUSTRIA DECKT AUF

Wien (OTS) - Recherchen des TIERHILFSWERK AUSTRIA (THWA) bringen schockierende Zahlen ans Licht. Alleine im Zeitraum von 1995 bis 1998 wurden die Trophäen von 569 Bären und 79 Wölfen von österreichischen Jagdtouristen importiert. Dies obwohl alle Bären- und fast alle Wolfsarten durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt sind.

342 Schwarzbären und sechs Eisbären starben durch die Kugeln österreichischer Weidwerker, ebenso 221 Braunbären. Beliebte Ziele der Jagdtouristen sind Kanada (318 getötete Schwarz- und 53 Braunbären), die USA (25 Schwarz- und 20 Braunbären)sowie Rumänien und Rußland mit 80 bzw. 65 erlegten Braunbären. Sogar aus dem Nachbarstaat Slowakei fanden zwei Bärentrophäen ihren Weg nach Österreich.

In Nordamerika liegen die Preise für die Bärenjagd zwischen ATS 60.000,- und ATS 150.000,- in Osteuropa zwischen ATS 30.000,- und ATS 60.000,-. Nimmt man einen Durchschnittswert von ATS 50.000,-, so wurden alleine für die Jagd auf Schwarz- und Braunbären in nur vier Jahren ATS 28.150.000 (!!!) ausgegeben.

Mag. Erich Schacherl, Bärenreferent des THWA: "Wie einträglich das Geschäft für die Veranstalter von Jagdreisen läuft, beweist dieses einfache Rechenbeispiel. Es geht um die skrupellose Umsetzung von Millionenbeträgen. Die Seele eines Menschen muß krank sein, um solch horrende Beträge auszugeben, nur um tote Tiere ausgestopft ins Wohnzimmer zu stellen ?"

Mag. Alexander Willer, Wolfsreferent des THWA: "Auch Wölfe müssen als lebende Zielscheiben herhalten. Im Zeitraum von 1995- 1998 landeten 79 als tote Trophäen in Österreich. Hierbei handelt es sich hier aber nur um offizielle Importangaben. Die Dunkelziffer der in Kanada, den USA, Rumänien, Rußland, Kasachstan oder der Mongolei einfach zum Gaudium hingemetzelten Tiere geht in die Tausende. Das Jagdtourismus zieht seine blutige Spur über Kontinente, deshalb muß auch der Tierschutz verstärkt Allianzen auf internationaler Ebene eingehen."

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