LH Pröll teilt Sorgen der Landwirtschaft

"Werden unsere Bauern nicht im Stich lassen!

St.Pölten (NLK) - "Ich habe größtes Verständnis für die Sorgen unserer Landwirte und teile sie. Es geht hier um einzelne Existenzen, es geht aber auch um unser Land und um eine ganze Kultur." Das erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll am Sonntag in der Radiosendung "Forum NÖ". Er kritisierte die "Brüsseler Agrarbürokratie", die umdenken und neue Wege einschlagen müßte, betonte aber, daß auch Österreich und Niederösterreich gefordert seien. Das Land werde seine Bauern auch in Zukunft nicht im Stich lassen.

Man könne zwar billigere Lebensmittel einführen, aber "nie und nimmer Landschaft oder gar Bauern importieren", warnte der Landeshauptmann vor einer kurzsichtigen Betrachtungsweise. Die europäische Landwirtschaft sei ganz anders strukturiert als jene in Übersee: "Wir legen Wert auf eine Landwirtschaft, die schonend mit den Ressourcen umgeht, die Landschaft pflegt und nicht ausräumt und von einer besonderen Vielfalt der Produkte geprägt wird. Wenn die Bauern sterben, sterben die Regionen. Wir brauchen auch weiterhin den bäuerlichen Familienbetrieb, nicht Agrarfabriken."

In Niederösterreich habe die Agrarpolitik seit jeher einen hohen Stellenwert. Das Agrarbudget wurde seit 1994 von fast einer auf fast zwei Milliarden Schilling verdoppelt, es wurde ein Solidarpakt mit den Bauern geschlossen und große Fortschritte im Bereich der Alternativenergien und der Infrastruktur im ländlichen Raum erreicht.

Voraussetzung für den Erfolg der Förderungen sei selbstverständlich auch in der Landwirtschaft die Eigeninitiative. "Aber", so der Landeshauptmann, "das ist meine geringste Sorge, denn wir können stolz auf unsere Bauern sein." Als Beispiele für die Eigeninitiative nannte er fast 1.800 von Land, Bund und EU mitfinanzierte Projekte, zum Beispiel in den Bereichen erneuerbare Energien, Dorferneuerung, Vermarktungsstrategien und Produktionsgemeinschaften sowie die Errichtung von bereits 113 Bio-Masse-Fernheizanlagen.

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