Morgen Entscheidung der tschechischen Regierung: Greenpeace fordert Temelin-Schlußstrich

Scharfe Kritik an innenpolitischem Hick-Hack zu Temelin - Greenpeace fordert österreichischen Temelin-Sonderministerrat

Wien, 21.3.99 (OTS) - Einen Schlußstrich unter das Atomkraftwerk Temelin und den Einstieg in Energieeffizienzprogramme fordert Greenpeace von der tschechischen Regierung. Diese wird bei ihrem morgigen Ministerrat über die Zukunft des Atomkraftwerkes entscheiden. Von der österreichischen Regierung fordert Greenpeace einen Sonderministerrat zu Temelin. ****

"Sollte die tschechische Regierung in Richtung eines Temelin-Ausstiegs entscheiden, dann muß die österreichische Regierung unseren Nachbarn als erstes deutliches Signal mit einem Sonderministerrat zu Temelin ihre gemeinsame Entschlossenheit zur Unterstützung signalisieren. Der Beschluß für einen Temelin-Sonderministerrat müßte bereits im Ministerrat am kommenden Dienstag gefaßt werden.", fordert Alexander Egit, Sprecher von Greenpeace Österreich.

Grundlage der Entscheidung der tschechischen Regierung wird ein bislang vertraulicher Endbericht einer internationalen Temelin-Expertenkommission sein. Nach Greenpeace vorliegenden Informationen ist eine der Kernaussagen der Studie, daß der 1993 von der Regierung Klaus gefaßte Beschluß zum Fertigbau des Atomkraftwerks aus ökonomischer Sicht eine Fehlentscheidung war.

Scharfe Kritik übt Greenpeace an dem "kleinkarierten innenpolitischen Hick-hack" der letzen Wochen zum österreichischen Temelin-Kurs. "So ist es vollkommen inakzeptabel, daß Wirtschaftsminister Farnleitner Frau Minister Prammer Prügel vor die Füße wirft, statt sie massiv im Kampf gegen Temelin zu unterstützen. Jetzt müssen alle an einem Strang ziehen.", erwartet sich Egit ein Ende parteipolitisch motivierter Vorwahlkampfmanöver. Farnleitner hatte sich in einem Schreiben an Bundeskanzler Viktor Klima über Prammers Initiative für eine Veranstaltung zu Energiealternativen für die tschechische Republik beschwert.

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