Wildbirne aus Auwald wird in das Waldviertel verpflanzt

Rettung der sehr selten gewordenen Wildobstsorte

St.Pölten (NLK) - Die Wildbirne - lateinisch Pyrus pyraster
genannt - ist mittlerweile bereits sehr selten geworden und stark vom Aussterben bedroht. Daher wurden Mitte März Wildbirnen-Stecklinge im Nationalpark Donau-Auen entnommen, um sie am Königshof im Waldviertel zu vermehren. Dort wird eine Wildbirnenplantage angelegt, um auch in Zukunft dafür zu sorgen, daß diese heimische und genetisch noch unverfälschte Art gesichert wird.

Im Nationalpark findet man die Wildbirnen noch in den Bereichen Orth an der Donau, Eckartsau und Stopfenreuth. Die besten Standorte sind die Außenränder von Waldbeständen, lichte Stellen in der Au und Wiesen. Die Wildbirnen sichern allerdings nur schwer ihren Bestand auf Dauer, da sie aus den angrenzenden Gärten mit Kultursorten eingekreuzt werden. Auch haben die Keimlinge einen hohen Lichtbedarf, und für Hasen, Rehe und Hirsche sind natürlich die Jungpflanzen attraktiv. Die Artenschutz-Maßnahme wurde von der Forstlichen Bundesversuchsanstalt Wien gemeinsam mit Förstern der Nationalpark-Verwaltung Eckartsau der Österreichischen Bundesforste durchgeführt.

Die Wild- oder Holzbirne gehört zu den Rosengewächsen und ist eine Stammform der heutigen Kulturbirnen. Sie blüht im Mai und hat eine Baumhöhe von 15 bis 20 Metern. Ihre Früchte sind ungefähr 2 bis 2,8 Zentimeter groß und für Menschen kaum genießbar, dafür aber für das Wild eine ausgezeichnete Äsung. Weil die Wildbirne eine gefährdete Art darstellt, findet man sie in den meisten mitteleuropäischen Ländern auf der "Roten Liste".

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