ÖGB-Fahrervertreter gegen grauen Arbeitsmarkt auf der Straße

Sozialdumping heißt auch Steuer- und Abgabenhinterziehung

Wien (ÖGB). Lohn-und Sozialdumping gehören auf Österreichs Straßen bereits zum Alltag, stellten die Gewerkschaftsvertreter Tausender Lkw-und Buslenker anläßlich einer heute, Freitag, zu Ende gehenden Fachtagung in Fladnitz (Stmk) fest. "Sozialdumping heißt natürlich auch Steuer- und Abgabenhinterziehung, also Herausschinden eines Konkurrenzvorteils auf Kosten der Allgemeinheit und der sauberen Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Fachausschusses der Berufskraftfahrer, Eduard Giffinger, und forderte die rasche Verabschiedung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes durch den Nationalrat. ++++

Effizienter Einsatz eines neuen Tachoscheiben-Lesegeräts

Wenn im Transportgewerbe Arbeitnehmer sofort mit dem ersten Arbeitstag bei der Sozialversicherung angemeldet werden müssen,
wie es das neue Gesetz vorsieht, werden es sich viele Schwarzunternehmer überlegen, Fahrer auf dem grauen Arbeitsmarkt
zu rekrutieren. Als besonders effizient erweist sich ein von der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse eingesetztes neues elektronisches Tachoscheiben-Lesegerät, das alle Lenk-, Pausen-und Wartezeiten minutengenau ausdrucken kann.

Die an der Tagung teilnehmenden Vertreter der Exekutive, der Arbeiterkammern und der Arbeitsinspektionen konnten sich vom effizienten Einsatz dieses Gerätes in der Praxis überzeugen.
"Im Sinne einer im Schwarzarbeitsgesetz vorgesehenen
Zusammenarbeit aller Behörden, werden wir diese Kooperation auf Bundes- und regionaler Ebene unterstützen", meinte Thomas Heinschink, Sekretär des Fachausschusses der Berufskraftfahrer. (Bac-)

ÖGB, 19. März 1999 Nr. 130

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