Semesterticket wie Seifenblase geplatzt

Wien (OTS) - Nach den gestrigen ersten Verhandlungen mit den
Wiener Linien steht fest: Bei den bevorstehenden ÖH- Wahlen im Mai wird es zu keiner Urabstimmung über die finanzielle Koppelung von Inskription und Semesterticket kommen.

Das erste Angebot der Wiener Linien bedeutet keine Verbesserung der jetzigen Situation - im Gegenteil: Auch sporadische Benützer der Verkehrsbetriebe wären dazu verpflichtet, ein überteuertes Semesterticket zu erwerben. Somit erweist sich der von der Aktionsgemeinschaft im Zuge ihres Wahlkampfes vorschnell angekündigte Deal mit den Wiener Linien als Schuß ins Leere. Das unausgereifte Konzept ist somit wie eine Seifenblase geplatzt.

"Die von den Wiener Linien vorgeschlagenen Zahlen würden nur eine geringfügige Reduktion des bisherigen Preises bedeuten. Das Angebot ist indiskutabel, da es einen großen Teil der Studierenden nicht einschließt und Zwangscharakter hat. Alle StudentInnen über 26 Jahre sind in dem Modell der Wiener Linien nicht inkludiert", so Silvia Pernsteiner vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Pernsteiner betont, daß seit der Implementierung der Sparpakete und dem Wegfall der studentischen Freifahrt viele Studierende mit finanziellen Problemen kämpfen.

"Daher darf das Bedürfnis der StudentInnen nach fairen Preisen nicht unter den Tisch gekehrt werden. Anscheinend hat die Politik kein Interesse daran, sich um die Anliegen der Studierenden zu kümmern und überläßt die durchwegs politische Frage der Fortbewegung finanziell schwacher Gruppen den regionalen Verkehrsbetrieben. Studentische Mobilität darf nicht in die Verantwortung wirtschaftlich denkender Unternehmungen abgegeben werden, sondern muß ein dringliches Anliegen der Bundesregierung sein", so Pernsteiner.

Zur Überbrückung der derzeitigen Mißstände bietet die ÖH Uni Wien den Studierenden ein alternatives Mobilitätskonzept an: 1996 wurde von uns ein Spendenkonto für diejenigen eingerichtet, für die die Tarife der Wiener Linien eine zu hohe finanzielle Belastung darstellen. Durch die monatliche Einzahlung von 110 ATS sind die Beitragszahler gegen ein allfälliges "zusätzliches Beförderungsentgelt" versichert.

Nähere Informationen über das "Spendenkonto studentische Mobilität" erhalten Sie unter der Telefonnummer 4277 / 195 03

Rückfragen an Silvia Pernsteiner vom Vorsitzteam unter 4277 / 195 21 oder 0664/ 310 45 51 bzw. an den Pressereferenten Johannes Högl unter 4277 / 195 43 oder 0676/ 418 83 14

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