Erhard Busek: "FPÖ wird ein Mitspieler." - Der Ex-Vizekanzler widerruft im NEWS-Interview sein striktes Nein zu Schwarz-Blau: "Neue Realitäten zur Kenntnis nehmen." - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 11/18.03.1999

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS widerruft der ehemalige VP-Vizekanzler Erhard Busek sein klares Nein zu einer Koalition zwischen ÖVP und FPÖ. Für Busek ist die Wahl Haiders zum Kärntner Landeshauptmann "zu akzeptieren". Das Kärntner Wahlergebnis werde, so Busek, Haider "noch mehr motivieren, den Kanzler anzustreben." Busek:
"Daher wird die Koalition sich noch mehr bemühen müssen, ihm politisch etwas entgegenzustellen. Ich glaube, daß die Wahl Haiders eine gegen das geschlossene System der Politik war. Sie wird von den Menschen als closed shop empfunden, gegen den Haider als einziger anrennt."

Auf die Frage, ob die FPÖ auch ein möglicher Regierungspartner für die ÖVP wäre, sagt Busek: "Die SPÖ trägt jedenfalls wenig dazu bei, die Liebe zur Großen Koaltiion zu fördern. Gleichzeiitg hat die SPÖ mit der Ampelkoalition längst eine mögliche Alternative aufgemacht. Eine Politik ohne andere Koalitionsoptionen ist keiner Partei auf Dauer zumutbar, auch nicht der sehr stark staatspolitisch denkenden ÖVP." Die Änderung seiner Einstellung zur FPÖ begründet Busek: "Zur-Kenntnis-Nehmen von neuen Realitäten." Und weiter: "Die Wahrscheinlichkeit, daß die FPÖ ein Mitspieler werden kann, hat sich erhöht. Es gibt ja auch in der SPÖ zunehmend Kräfte, die mit der FPÖ liebäugeln. Ich schließe im Moment keine Koatlitionsvariante mehr aus."

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