Zur Existenzsicherung der Kleinkinder-Betreuungseinrichtungen

SP-NÖ fordert finanzielle Gleichstellung mit Landeskindergärten

St.Pölten (NLK) - Unter dem Titel "Plattform zur Existenzsicherung der Kleinkinder-Betreuungseinrichtungen" fand heute in St.Pölten eine Pressekonferenz mit der SP-Sozialsprecherin und NÖ-Frauenvorsitzenden LAbg. Helene Auer, mit Bundesrat Bürgermeister Mag. Herbert Thumpser und dem Korneuburger Bürgermeister Wolfgang Peterl statt.

Die NÖ Sozialdemokraten wiesen dabei auf die prekäre finanzielle Lage der rund 70 in Niederösterreich durch die Volkshilfe, Elterninitiativen und Gemeinden betriebenen Kleinkindergruppen hin. Bis zum Ende des Vorjahres wurden bei einem Großteil der Kleinkindergruppen die Personalkosten zu 50 Prozent aus AMS-Mitteln finanziert. Ab dem 1. Jänner 1999 wurde diese Förderung jedoch um die Hälfte verringert, wenn die Förderung bereits vier Jahre in Anspruch genommen wurde.

Zur kurzfristigen Abdeckung dieses Finanzierungsloches und damit der Sicherung einer qualitativ hochstehenden Betreuung von Kindern unter drei Jahren sowie einer Vielzahl sozialrechtlich abgesicherter Frauenarbeitsplätze forderte Auer, daß das Land die Kosten der nunmehr entfallenden 25 Prozent aus der AMS-Förderung übernimmt. Ebenso möglich wäre ein Sockelbetrag pro Gruppe zu den derzeitigen Förderungen im Ausmaß von 500 Schilling vom Land und 500 Schilling von der Gemeinde je betreutes Kind und Monat in der Ganztagesbetreuung. In zwei bis drei Wochen soll der genaue Finanzbedarf der NÖ Kleinkinder-Betreuungseinrichtungen bekannt sein.

Abgesehen von dieser kurzfristigen Maßnahme könne aber eine langfristige Absicherung nur über eine Regelung auf Landesebene in Form der finanziellen Gleichstellung mit den Landeskindergärten geschehen. Ein Kindergartenplatz in Niederösterreich koste der öffentlichen Hand durchschnittlich 4.700 Schilling, dem Land solle jedes Kind gleich viel wert sein.

Abschließend erneuerte Auer ihren Vorschlag hinsichtlich der Errichtung von "Kiddy-Gruppen" für jeweils zehn zwei- bis dreijährige Kleinkinder im Rahmen von nicht voll ausgelasteten oder zu errichtenden Kindergärten. Das brächte neben der Nutzung vorhandener Infrastruktur auch den Vorteil der Kontinuität für das Kind bzw. der unmittelbaren Nähe zu allfälligen Geschwistern.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2175

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK