Vorarlberger Medienhaus will Pkw-Berufsverkehr der Mitarbeiter reduzieren

"Partnerschaft Sanfte Mobilität" mit Umweltministerium und Wirtschaftskammer

Wien (OTS) - Eine Reihe neuer Impulse zur Eindämmung des Pkw-Berufsverkehrs hat die "Partnerschaft Sanfte Mobilität" gebracht, die das Umweltministerium und die Wirtschaftskammer mit drei Pilotbetrieben eingegangen ist. Das Vorarlberger Medienhaus als eines der drei Unternehmen setzt vor allem auf innerbetriebliche Anreize für die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel, um die Mitarbeiter zum Verzicht auf die tägliche Autofahrt zum und vom Arbeitsplatz aufs Auto zu bewegen. Seit Montag, verlängert beispielsweise der Dornbirner Stadtbus probeweise die
Linienführung bis direkt vor das Medienhaus in Schwarzach.

Bis Jahresende läuft der Probebetrieb der "Partnerschaft Sanfte Mobilität", an dem auch AVL List in Graz, das Landeskrankenhaus Tulln, das Umweltministerium und das Umweltbundesamt teilnehmen. Für die Verkehrs- und Marketingkonzepte der drei
Partnerunternehmen übernimmt das Umweltministerium den überwiegenden Teil der Kosten. Dann sollen die Erfahrungen aus der Pilotphase allen österreichischen Unternehmen zugänglich gemacht werden.

Laut einer betriebsinternen Erhebung im Jahr 1997 fuhren 81 Prozent der Belegschaft des Vorarlberger Medienhauses mit dem Auto zur Arbeit, davon 6 Prozent in einer Fahrgemeinschaft. 11 Prozent benützten öffentliche Verkehrsmittel, 7 Prozent das Fahrrad. Um diese Anteile zu erhöhen, finanziert der Betrieb nun
beispielsweise die Jahresstreckenkarte und den Mehrpreis bei der Mitnahme eines Fahrrades im Zug. Die Fahrradabstellanlage im
Betrieb wurde erweitert und überdacht, der Belegschaft stehen nun sechs Dienstfahrräder zur Verfügung.

Um den Besetzungsgrad der benützten Pkw zu erhöhen, wurde eine offene elektronische Mitfahrbörse installiert. Für Dienstfahrten mit dem privaten Pkw gibt es kein Kilometergeld mehr, außer die
neu angeschafften Gemeinschaftsfahrzeuge der Redaktion sind gerade besetzt. Verkehrsrelevante Informationen gibt es beim Gebäudeeingang und im Intranet. Ab März werden für die Mitarbeiter von den Verkehrsunternehmen persönliche Fahrpläne ausgearbeitet. Bemerkenswert ist, daß sich die Zahl der Mitarbeiter von 240 auf 300 erhöht hat, ohne daß die Zahl der PKW´s angestiegen ist.

Erfahrungen aus dem Ausland haben gezeigt, daß betriebliches Mobilitätsmanagement für Unternehmen zahlreiche Chancen eröffnet. Standorte und Baulichkeiten können optimiert, Betriebsflächen und Fahrzeuge besser genutzt, Transportvorgänge rationalisiert werden. Parkplätze bleiben für Kunden frei, der Betrieb wird leichter erreichbar. Die Mitarbeiter können den Betrieb mit geringerem Unfallrisiko, weniger Streß und daher leistungsfähiger erreichen.

Der Berufspendelverkehr nimmt in Österreich immer größere Dimensionen an, wobei der öffentliche Verkehr zunehmend ins Hintertreffen gerät. 1991 waren 1,6 Millionen Beschäftigte täglich mit dem Auto unterwegs, zehn Jahre zuvor waren es noch 1,2 Millionen. 1971 benützten 36 Prozent der Tagespendler das Auto, 1991 schon 60 Prozent. (Anm.: Die Zahlen entstammen den
Ergebnissen der Volkszählungen.)

Informationen und Fotos vom Pilotprojekt sind beim Vorarlberger Medienhaus erhältlich.
Ansprechpartnerin Marianne Mathis Tel.: 05572/501/264 od. E-mail:
mathism@vn.vol.at

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