Textilindustrie: 2,3 Prozent mehr für rund 12.000 Arbeiter

Anspruch auf 13. und 14. Monatslohn auf 2. Arbeitsjahr vorverlegt

Wien (TBL/ÖGB). In der zweiten Verhandlungsrunde über die diesjährige Lohnerhöhung für die ArbeiterInnen in der österreichischen Textilindustrie wurde folgendes Ergebnis erzielt:
Mit Wirkung vom 1. April 1999 werden die Ist-Löhne um 2,3 Prozent angehoben, die kollektiv-vertrag-lichen Mindestlöhne um 2,5 Prozent. Weiters wurde vereinbart, dass der Anspruch auf den
vollen 13. und 14. Monatslohn, der derzeit für TextilarbeiterInnen erst ab dem vierten Arbeits-jahr gegeben ist, in Etappen bis zum Jahr 2002 auf das zweite Arbeitsjahr vorverlegt wird. ++++

Die Textilindustrie konnte in den Jahren 1997 und 1998 einen deutlichen Zuwachs sowohl beim Umsatz wie auch bei der Erträgen verbuchen, wenngleich im letzten Quartal 1998 - ähnlich wie in anderen Bereichen der Sachgüterproduktion - bereits kräftige Einbrüche zu verzeichnen waren. Nach Angaben der Arbeitgeber ist die aktuelle Auftragslage in der Branche im Vergleich zum Vorjahr katastrophal.

Für die Arbeitnehmerseite sei es in den diesjährigen Verhandlungen darum gegangen, auch den ArbeitnehmerInnen endlich einen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg der letzten zwei Jahre zu sichern, betonte der Zentralsekretär der zuständigen Gewerkschaft Textil, Bekleidung, Leder, Claus Bauer, nach den Verhandlungen. Bauer weiter: "Der vorliegende Kompromiss ist der Branche sicherlich zumutbar, auch wenn die Zukunftserwartungen düster sind. Nachdem die Arbeitnehmer am Zustandekommen der hervorragenden Ergebnisse
der meisten Textilunter-nehmen in den letzten zwei Jahren maßgeblich beteiligt waren, ist es nur recht und billig, wenn sich diese Erfolgsbilanz nicht ausschließlich nur in der Höhe der Dividenden niederschlägt."

ÖGB, 17. März 1999 Nr. 120

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Claus Bauer
Tel. (01) 501 46/403 Dw.

Gewerkschaft TBL

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB