FCG fordert die Entlastung des Faktors Arbeit

ÖGB-Vizepräsident Neugebauer fordert eine echte Steuerentlastung! Wien (OTS) - "Jene Steuerzahler, die die Belastung der Sparpakete der "frühen 90iger Jahre" getragen haben, müssen in den Genuss einer nachhaltig wirksamen Steuererleichterung kommen. Bei einem durchschnittlichen Einkommen (Median) ist die Steuerbelastung seit 1989 von 12,1 % auf 16,4 % der Steuerbemessungsgrundlage gestiegen," erklärte heute ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer und begrüsste die Absicht der Regierung die Massnahmen zur Steuerreform zu einem raschen Ende bringen zu wollen. In diesem Zusammenhang erinnerte der FCG-Vorsitzende an die Forderung der christlichen Gewerkschafter, den Faktor Arbeit steuerlich zu entlasten.

Die Steuerbelastung des Faktors Arbeit ist im internationalen Vergleich in Österreich hoch und spiegelt die Finanzierung unseres Sozialsystems wider. Zur Schaffung von Beschäftigung und damit zur Unterstützung des nationalen Beschäftigungsplans muss Arbeit billiger gemacht werden, ohne dabei die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu schmälern. Daher fordert die FCG bereits seit längerem die Umwandlung von Arbeitgeberabgaben in eine Wertschöpfungsabgabe. Ersetzt man den Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds, der jetzt an der Lohnsumme bemessen wird, durch eine Wertschöpfungsabgabe, dann kann man den Steuersatz von 4,5 % auf zirka 2,2 % absenken. Das ist deshalb möglich, weil die Wertschöpfung als Bemessungsgrundlage neben der Lohnsumme auch die Gewinne, Abschreibungen, die Fremdkapitalzinsen sowie die Mieten und Pachten von Unternehmen miteinbezieht. Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts dazu hat gezeigt, dass die überwiegende Zahl der Betriebe entlastet wird, insbesondere die arbeitsintensiven Die steuerlichen Vorteile des 13. und 14. Monatsgehaltes und der Abfertigung dürfen nicht verloren gehen.

Die FCG lehnt eine Steuerreform, die bloß einer Umverteilung der Gelder der Arbeitnehmer gleichkommt ab, genauso wie Kompensationsmaßnahmen der Steuererleichterungen mit Abgaben und Gebührenerhöhungen. Die FCG bietet sich als Mitverhandler in Fragen der Steuerreform an, weil eine nachhaltigere und nachdrücklichere Umsetzung der Steuerreform jetzt wichtig ist.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Hans Stefan Hintner
Tel.: 01/53 444/362

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FCG/OTS