Gegen institutionelle Schnäppchenjäger

Blaugelber Handel kritisiert AKNÖ

Wien (OTS) - Die sogenannte Preisfindungsaktion der Arbeiterkammer Niederösterreich stößt beim niederösterreichischen Handel erneut auf heftige Kritik. Den Obmann der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Ing. Josef Schirak, stört es vor allem, daß "mit dieser Aktion pauschal der Eindruck erweckt wird, der Handel versuche nichts anderes als den Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen!" Vor lauter Begeisterung über ihr "Preisfinderspielchen" scheinen die "institutionellen Schnäppchenjäger" der AKNÖ ganz auf ihren eigentlichen "Job" - die Interessenvertretung - vergessen zu haben.

Angesichts der ohnehin mehr als angespannten Preiskonkurrenz im Handel bestünde die Gefahr, daß sich einzelne Betriebe auf einen für sie betriebswirtschaftlich gefährlichen Preiskampf einlassen. Schirak zeigt sich verwundert, daß es die Arbeiterkammer nur um eines Marketinggags willen mutwillig in Kauf nimmt, Arbeitsplätze der eigenen Mitglieder zu gefährden! Außerdem sei auch der teure Werbeaufwand der ganzen Aktion in Rechnung zu stellen, den sich eine private Agentur mit entsprechender Gewerbeberechtigung nicht leisten könne. Unter dem Strich relativiere sich, so der Sektionsobmann, die behauptete Preisersparnis auf jeden Fall.
"Die Käufer und Konsumenten als unmündig darzustellen, unsere Klein-und Mittelbetriebe noch weiter in ihrem Existenzkampf zu bedrängen und Arbeitsplätze zu gefährden und dafür auch noch Provisionen zu kassieren, kann doch nicht die Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung der Arbeitnehmer sein?", fragt Schirak.

Bekanntlich sind die Aktivitäten der blaugelben Schnäppchenjäger auch bundesweit unter Beschuß geraten. So hat bereits das Bundesgremium des Fahrzeughandels zum Boykott der "Preisfinder" aufgerufen. Bundesgremialvorsteher Havelka plant eine Unterschriftenaktion, in der sich die Mitarbeiter der KFZ-Handelsbetriebe gegen die Kampagne aussprechen.

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