Ornament ist kein Verbrechen

Wien (OTS) - Pressepreview:Dienstag, 23. März 1999, 10.30 Uhr
Ort: MAK-Studiensammlung Metall
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 24. März 1999 - 27. Februar 2000 Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen

Dekoratives Kunsthandwerk und dessen Vorlagen stehen
im Mittelpunkt der Ausstellung Ornament ist kein Verbrechen, die vom 23. März 1999 bis 27. Februar 2000 in der MAK-Studiensammlung Metall zu sehen ist.

Die ornamentale Gestaltung der Umwelt zeugt vom Bedürfnis nach schöpferischem Ausdruck. Jede Kultur und Kunstrichtung kann anhand der charakteristischen Ornamentik, die sie hervorgebracht hat, definiert werden. Wenn puristische Bewegungen im 20. Jahrhundert zeitweilig das "Ornament als Verbrechen" einstufen, ist dies als Reaktion auf eine mit Verzierungen überladene Epoche zu verstehen und nicht als Gegenströmung. Gerade in der 2. Hälfte dieses Jahrhunderts setzt das Bemühen um eine neue Ornamentik wieder verstärkt ein.

Das Ornament tritt in allen Kunstgattungen auf, vor allem jedoch im Kunsthandwerk und in der Architektur. Es ist seinem Wesen nach kein selbständiges Gebilde, sondern bedarf einer Fläche oder eines Körpe= rs, um sich zu manifestieren. In Ausnahmefällen, beispielsweise bei Schmuckstücken oder Schlosserarbeiten, kann das Ornament die Form des Objektes bestimmen. In der

Regel jedoch ordnet sich das Ornament dem Aufbau und der Funktion des Gegenstandes, den es schmücken soll, unter. Zugleich hebt es die ästhetische Wirkung des Objektes hervor und strukturiert es.

Der Begriff Ornament leitet sich vom lateinischen Wort ornare -schmücken - ab. Nicht jeder Handwerker besaß die Begabung, ständig neue Ornamente zu erfinden. Er war auf Vorlagen angewiesen, die mit der Erfindung des Kupferstichs im 15. Jahrhundert relativ leicht und schnell zugänglich wurden. Hilfsmittel dazu war der Ornamentstich ein Gattungsbegriff des 19. Jahrhunderts - der sowohl freie ornamentale Blätter als auch Mustervorlagen für Möbel, Gefäße, Geräte, Goldschmiedearbeiten, Waffen, Architektur, Wanddekorationen, Kostüme, Signets etc. beinhaltet. Die Vorlageblätter fanden schnell Verbreitung und ermöglichten Information über Motive, Muster oder Moden der jeweiligen Länder. Der internationale Austausch von Formen und Ornamenten war, wie man anhand ausgeführter Objekte nachweisen kann, intensiv. Kreativere Künstler und Handwerker kopierten die Vorlagen nicht, sondern ließen sich von diesen nur anregen. Um einen Gegenstand zu verzieren, bedienten sie sich häufig mehrerer Vorlageblätter, wählten Teile davon aus und kombinierten diese frei. So ist es möglich an ein und demselben Werkstück Einflüsse aus Italien, den Niederlanden und Frankreich zu finden.

Die im MAK und in anderen Sammlungen als Vorbildersammlung angelegten Ornamentstiche sind heute unentbehrliche Hilfsmittel bei der wissenschaftlichen Bearbeitung von kunsthandwerklichen Objekten, indem sie eine exaktere zeitliche und örtliche Einordnung der Gegenstände ermöglichen. Für die Ausstellung wurde der Versuch unternommen, die Inspirationsquellen der Kunsthandwerker aufzuzeigen und sie mit ausgeführten Arbeiten in Verbindung zu bringen.

Pressedaten

ORNAMENT IST KEIN VERBRECHEN
Pressepreview Dienstag, 23. März 1999, 10.30 Uhr
Ort MAK-Kunstblättersaal
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 24. März 1999 - 27. Februar 2000
Öffnungszeiten Di - So 10.00 - 18.00 Uhr
Do 10.00 - 21.00 Uhr, Mo geschlossen

MAK-Kurator Elisabeth Schmuttermeier

Führungen Sonderführungen nach Voranmeldung
Gabriele Fabiankowitsch, Tel. 711 36-298

Feiertage 4. 4. Ostersonntag 10.00 - 18.00 Uhr
5. 4. Ostermontag 10.00 - 18.00 Uhr
Feiertage 1. 5. Staatsfeiertag geschlossen
13. 5. Christi Himmelfahrt 10.00 - 21.00 Uhr
31. 5. Pfingstsonntag 10.00 - 18.00 Uhr
24. 5. Pfingstmontag 10.00 - 18.00 Uhr
3. 6. Fronleichnam 10.00 - 21.00 Uhr
15. 8. Maria Himmelfahrt 10.00 - 18.00 Uhr
26.10. Nationalfeiertag 10.00 - 18.00 Uhr
1.11. Allerheiligengeschlossen
2.11. Allerseelen 10.00 - 18.00 Uhr
8.12. Mariä Empfängnis 10.00 - 18.00 Uhr
24.12. Heiliger Abend 10.00 - 15.00 Uhr
25.12. Christtag geschlossen
26.12. Stephanstag 10.00 - 18.00 Uhr
31.12. Silvester 10.00 - 15.00 Uhr
1. 1. Neujahr geschlossen
6. 1. Heilige 3 Könige 10.00 - 21.00 Uhr

Freier Eintritt 14. 4.Geburtstag Rudolf von Eitelberger
16. 5.Internationaler Museumstag
26.10. Nationalfeiertag
4.11. Eröffnung des Museums für Kunst und Industrie 24.12. Heiliger Abend
MAK-Eintritt öS 90.-/öS 45.- ermäßigt für Schüler, Studenten, Senioren gesamt ab 60, Soldaten, Zivildiener, Gruppen

ab 10 Personen.
Freier Eintritt für Kinder bis 10, Mitglieder der MAK ART SOCIETY, Studenten der Universität für angewandte Kunst, Museumspaß, Arbeitslose, österr. Schulklassen.

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