Wirtschaftsbund: Standortstudie zeigt nur die halbe Wahrheit

Für Konkurrenzfähigkeit ist Gesamtbelastung an Steuern und Abgaben entscheidend

Wien (ÖWB) - Österreich als Niedrigsteuerland darzustellen, ist nur die halbe Wahrheit, meinte heute, Dienstag, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner als Reaktion auf eine aktuelle Standortstudie der KPMG. Bei einem Vergleich mit den G7-Ländern schneidet Österreich bei der Körperschaftssteuer, der Grund- und Vermögenssteuer am günstigsten ab. ****

Tatsache ist allerdings, daß lediglich 20 Prozent der Unternehmen Kapitalgesellschaften sind und damit dem günstigen Körper-schaftssteuersatz unterliegen. 80 Prozent der Unternehmen, und damit vor allem die Klein- und Mittelbetriebe, leiden unter der gewinn-unabhängigen Belastung durch Steuern und Abgaben. Die Mittel-betriebe sind auch stärker von den zunehmenden Arbeitskosten betroffen, weil die Personalintensität deutlich höher ist als in Großbetrieben. Die Tatsache, daß rund 56 Prozent aller Unter-nehmungen die Sozialversicherungsbeiträge nach der Mindestbe-messungsgrundlage zahlen zeigt, daß die Gewinnsituation und damit die Eigenkapitalausstattung der Betriebe sehr differenziert zu betrachten ist.

Als Konsequenz der Studie ist daher jetzt nicht tatenlose Selbstzufriedenheit angebracht sondern die Umsetzung der eigenkapitalstärkenden Maßnahmen zur Sicherung der Konkurrenz-fähigkeit der Klein- und Mittelbetriebe wichtiger denn je.

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