LiF Wien fordert Starttermin für Gratis-Stadtradln noch heuer!

Pöschl: "Svihalek soll sich seiner anfänglichen Begeisterung erinnern und endlich den 330 Mio.-Topf aus den Parkometerabgaben anzapfen."

Wien (OTS) Mit Enttäuschung mußte Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des Liberalen Forums Wien, heute zur Kenntnis nehmen, daß der Einführungstermin für das Gratis-Rad-Verleih-System ("Wiener Stadtradl") in den Innenstadtbezirken um ein Jahr verschoben werden soll. Der ursprünglich festgesetzte Starttermin für April droht am fehlenden Investitionsvolumen von rund 5 Mio. Schilling, das von der Werbewirtschaft aufgebracht hätte werden müssen, zu scheiterte. An 220 Standplätzen sollten 2500 Räder aufgestellt werden.

Stadtrat Svihalek lehnte eine 5 Mio-Starthilfe für diese an sich lobenswerte Idee ab und beharrte auf der privaten Selbstfinanzierungskraft des Projekts. "Das ging aber gründlich in die (Radler-)Hose", so Hanno Pöschl und ortete eine schwindende Begeisterung im Rathaus für das Radl-System: "Dabei zeichnete sich eine wirklich erfreuliche Trendwende in der Wiener Verkehrspolitik ab."

Am Geldmangel dürfe so ein Projekt nicht scheitern, so Pöschl. Allein in den Rücklagen aus den Einnahmen der Parkometerabgaben stünden derzeit 330 Mio. Schilling für Maßnahmen zur Erleichterung des innerstädtischen Verkehrs ungenützt zur Verfügung. "Daß ein derartiges Projekt nicht aus diesen Mitteln gefördert werden kann, ist ein Skandal und wirft ein bezeichnendes Licht auf die Verkehrspolitik in Wien", so der liberale Gemeinderat.

Zu Wochenbeginn ergab sich aber eine unverhoffte Wende, die das Mißmanagement des zuständigen Stadtrates ein wenig abschwächt. Der "Fonds gesundes Österreich" kündigte an, das fehlende Startkapital beizusteuern, womit ein gratis-radfahrendes Vergnügen ab Spätsommer ins Auge gefaßt werden könnte. "Das ist zwar äußerst erfreulich, muß aber viel früher geschehen. Was hab´ ich davon, wenn dann gleich Herbst und Winter vor der Tür stehen. Das Projekt soll so schnell als möglich umgesetzt werden", forderte Pöschl, der selbst ein leidenschaftlicher Pedalritter ist und rief die Stadt Wien auf, mit der Betreiberfirma und dem sponsoringwilligen Fonds möglichst rasch die Rahmenbedingungen auszuhandeln.

Zum Verleihsystem selbst: Das System funktioniert wie bei den Pfand-Einkaufswagen in Supermärkten. Gegen eine Münze kann das Rad entliehen werden. Sobald man das Rad nicht mehr braucht, gibt man es am nächstgelegenen Standplatz zurück. Bei Rückgabe des Fahrzeuges erhält man das Geld zurück. "Langfinger" haben aufgrund des extravaganten Designs keine Chance, da sich das Fahrrad von allen anderen Fahrrädern optisch unterscheidet.

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