Eine lückenlose Kontrolle zum Schutz der Fiakerpferde ist derzeit unmöglich.

Wien (OTS) - Optisch perfektes Erscheinungsbild der Kutschen und Kutscher entsprechend der Tradition ist zu wenig für den Tierschutz. Das Tierhilfswerk Austria fordert schon lange eine Kennzeichnungspflicht der Pferde mittels Microchip.

Das Tierhilfswerk Austria hat seit mehreren Jahren immer wieder Mißstände rund um das Fiakergewerbe aufgezeigt. Die Erkenntnis, daß verletzte und kranke Tiere auf die Straße geschickt wurden, hat die Stadt Wien lange Zeit ignoriert. Auch die Forderung einer Bedarfsprüfung für Unternehmer prallte an den Gemeindestuben ab und die verpflichtende Führerscheinprüfung für Fiakerfahrer wurde immer wieder hinausgeschoben.

Jetzt sollen diese lang geforderten Maßnahmen in die Praxis umgesetzt werden?

DI Renate Mayer, Referat für Landwirtschaft Tierhilfswerk Austria:"Entspannt sind nur die Touristen in der Kutsche, solange kein Unfall passiert. Die Pferde müssen unter dauerndem Streß arbeiten!

Die Kontrollmöglichkeit der Veterinäre der Stadt Wien scheitert an den Kapazitäten.

Für die Idee der Stadt Wien, an geraden oder ungeraden Tagen fahren zu lassen, fehlt jegliche Kontrollmöglichkeit.

DI Renate Mayer: "Sowohl Taferl mit Kutschennummer, welche den Unternehmer feststellen läßt, als auch die Fiakerpferde sind auswechselbar."

Auch die Dienstzeiten der Tiere sind noch immer nicht geregelt. Unermüdliche Kutscher beginnen bereits um 6 Uhr in der Früh ihre Pferde in die Innenstadt zu treiben, damit die besten Standplätze ergattert werden können. Zumindest im Sommer sind zahlreiche Tiere bis um 22 Uhr am Abend eingespannt. Der Hunger treibt sie dann in rasendem Galopp nach Hause. Die Pferde und die Umgebung sind einer besonders großen Gefahr ausgesetzt.

Christian Janatsch, Präsident des Tierhilfswerk Austria: "Wir fordern eine verpflichtende Kennzeichnung der Pferde mittels Microchip. Das kostet etwa 500-600 ATS pro Tier und verhindert Tierleid. Außerdem kann nur dann jedes einzelne Pferd auch wirklich im Stall und auf der Straße kontrolliert werden."

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