ARBÖ: Fakten zum Biodiesel aus Rapsöl

ARBÖ ist gegen Subvention der Landwirtschaft durch die Kraftfahrer

Wien (ARBÖ) - Vereinzelt wird in den Medien über die verpflichtende Beimischung von Rapsöl zum Dieselkraftstoff unter dem Begriff "Biodiesel" berichtet. Der ARBÖ sieht in der teuren "Raps-Idee" eine Vernichtungsaktion von landwirtschaftlichen Produkten und eine Subvention der Kraftfahrer an die
Landwirtschaft. Der ARBÖ erkennt auch aus Umweltgründen bei einer Beimischung von Raps zum Dieselöl keinen ökologischen Vorteil.

ARBÖ-Cheftechniker Dipl.Ing. Diether Wlaka hat die wichtigsten Vor- und Nachteile zum Biodiesel zusammengefaßt:

Biodiesel hat gegenüber konventionellen mineralischen Kraftstoffen einen Hauptvorteil: Er wird von Bakterien in sehr kurzer Zeit biologisch abgebaut, kann also Boden und Grundwasser nicht schädigen. Biodiesel wäre sinnvollerweise dort einzusetzen, wo die Gefahr der Bodenverseuchung in erhöhtem Ausmaß besteht, etwa in der Land- und Forstwirtschaft (zum Beispiel bei Traktoren, landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen, Pistenraupen und Kettensägen).

Als Vorteil von umgeestertem Rapsöl (Rapsmethylester, RME), das in modernen Dieselmotoren mit relativ geringem Aufwand eingesetzt werden kann, wird vor allem angeführt, daß dabei die Kohlendioxid-Bilanz ausgeglichen ist. Auch das stimmt nicht, da es bei RME es
zu einer zusätzlichen Kohlendioxid-Emission kommt. Für den landwirtschaftlichen Anbau und die industrielle Umwandlung in Kraftstoff muß zusätzlich Energie eingesetzt werden.

ARBÖ-Experte Dipl.Ing. Diether Wlaka: "Um wirtschaftlichen Ertrag zu erreichen, müssen Düngemittel eingesetzt werden, die einen zusätzlichen Treibhauseffekt bewirken. Die Reduzierung der Kohlendioxid-Emission sowie der geringere Schadstoffausstoß bei
der Verbrennung sind daher insgesamt betrachtet kaum von
Bedeutung."

Wird Dieselöl RME bei Taxis und Kommunalfahrzeugen beigemischt oder gar bei allen Fahrzeugen verwendet, geht mit jeder
Vermischung der Umweltvorteil verloren. Eine Beimischung ist eine Vernichtung eines wertvollen Spezialkraftstoffes und führt dazu, den Mehrpreis dieses Produkts auf alle Kraftfahrer zu verteilen. Biodiesel wird teuer erkauft.

Die Kraftfahrer werden damit zum direkten Subventionszahler der Landwirtschaft. Dagegen wendet sich der ARBÖ als Interessenvertretung der Kraftfahrer mit Nachdruck.

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