ots-Ad hoc-Service: AMB <DE0008400003> Geschäftsverlauf 1998

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15.03.1999 -

Die AM-Gruppe kann erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 1998 zurückblicken.

Der Konzernjahresüberschuß nach Steuern erhöhte sich deutlich von DM 402,4 Mio. im Vorjahr auf nun DM 1.169,5 Mio. Ursache dieses erfreulichen Ergebnissprungs waren sowohl ein außerordentlicher Ertrag aus dem Verkauf der niederländischen Royal Nederland Verzekeringsgroep als auch eine erneute Verbesserung des ordentlichen Konzernjahresüberschusses. Unter Außerachtlassung des vorgenannten Sondereffektes in Höhe von DM 718 Mio. betrug die Steigerung des Konzernjahresüberschusses 12,1 % auf DM 451,1 Mio. Damit gelang es der AM-Gruppe, ihren Gewinn zum dritten Mal in Folge um mehr als 10 % zu erhöhen. Diese gute Entwicklung fand auch ihren Niederschlag in dem geprüften DVFA-Ergebnis, das von DM 8,35 auf DM 9,31 (1997: 4,27 Euro, 1998: 4,76 Euro) zunahm. Beim DVFA-Ergebnis handelt es sich um eine standardisierte Ergebnisgröße, bei welcher der Jahresüberschuß um Sondereinflüsse bereinigt wird.

Im Rahmen einer ergebnisorientierten Dividendenpolitik werden auch die Aktionäre der AMB - der Muttergesellschaft der AMGruppe - an dem höheren Gewinn partizipieren. Nachdem bereits in den vergangenen 4 Jahren die Dividenden kontinuierlich angehoben worden waren, ist nun geplant - vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung - die Dividende für das Geschäftsjahr 1998 auf DM 2,-- (Vorjahr: DM 1,70) zu erhöhen. Einschließlich Steuergutschrift erhalten die inländischen Aktionäre eine Bruttodividende von DM 2,86 (Vorjahr: DM 2,43). Die Vertriebsvielfalt der AM-Gruppe bewährte sich erneut. So betrug das Wachstum der Versicherungsbeiträge einschließlich der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (bereinigt um die Beiträge der im Berichtsjahr veräußerten Royal Nederland Verzekeringsgroep) 3,6 % auf DM 16,9 Mrd. (Markt: + 2,0 %). Hiervon entfielen DM 9,8 Mrd. (+ 4,1 %) auf die Lebensversicherung, DM 4,5 Mrd. (+ 0,5 %) auf das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft, DM 2,1 Mrd. (+ 12,8 %) auf die Krankenversicherung und DM 0,5 Mrd. (./. 15,3 %) auf das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft. Die überdurchschnittlich gute Entwicklung betraf alle Bereiche des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts, so daß es der AM- Gruppe erneut gelang, Marktanteile auf diesem Sektor hinzuzugewinnen. Der Gesamtumsatz, d.h. einschließlich des Bruttogeldeingangs aus der BADENIA Bausparkasse in Höhe von DM 3,0 Mrd., nahm um 2,6 % auf DM 19,9 Mrd. zu.

Das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankungsrückstellung stieg um insgesamt DM 60 Mio. auf einen Gewinn von DM 409,6 Mio. Während der versicherungstechnische Gewinn in der Lebens- und Krankenversicherung auf DM 444,9 Mio. (Vorjahr: DM 388,1 Mio.) zunahm, verminderte sich der versicherungstechnische Verlust in der Schaden- und Unfallversicherung von DM 38,6 Mio. im Vorjahr auf nun DM 35,3 Mio. Aufgrund des verbesserten Schadenverlaufs wurden in diesem Bereich der Schwankungsrückstellung DM 108,7 Mio. (Vorjahr: DM 59,2 Mio.) zugeführt.

Der Kapitalanlagebestand der AM-Gruppe (inkl. Baudarlehen, Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung und liquide Mittel) erhöhte sich im Berichtsjahr auf DM 94,5 Mrd. (Vorjahr: DM 89,7 Mrd.). Die sich als Differenz zwischen aktuellem Marktwert und Buchwert der zu Anschaffungswerten bilanzierten Kapitalanlagen ergebenden Bewertungsreserven betrugen zum 31.12.1998 DM 8,2 Mrd.; das sind 22,9 % des entsprechenden Kapitalanlagebestandes. Die gesamten Kapitalerträge erhöhten sich 1998 auf DM 7,0 Mrd. (Vorjahr:
6,4 Mrd.).

AMB vereinheitlicht Aktienarten

Zur Erhöhung der Attraktivität der Aktien der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-AG, Aachen, wird der Vorstand der AMB dem Aufsichtsrat sowie der am 18. Mai 1999 stattfindenden Hauptversammlung eine Vereinheitlichung der Aktienarten vorschlagen. Geplant ist eine Umstellung der vinkulierten Namensaktien auf die am Kapitalmarkt gängige und fungiblere Inhaberaktie. Derzeit besteht das Grundkapital der AMB zu 75,4 % aus vinkulierten Namensaktien sowie zu 24,6 % aus Inhaberaktien, wobei beide Aktienarten zum Börsenhandel zugelassen und mit identischen Stimm- und Dividendenrechten ausgestattet sind. Die geplante Maßnahme erhöht sowohl für private als auch für institutionelle Anleger die Handelbarkeit der Aktien, da sich die Liquidität der AMB-Aktien zukünftig auf eine Aktienart konzentriert. Darüber hinaus wird auch die Depotverwaltung kostengünstiger und schneller, da eine namentliche Eintragung ins Aktienbuch der Gesellschaft, die der Zustimmung des Vorstandes (Vinkulierung) bedarf, künftig nicht mehr erforderlich ist. Nach der Umstellung werden nur noch die AMBInhaberaktien an den Börsen notiert sein, die dann die AMBNamensaktien im MDAX, dem Aktienindex der 70 mittelgroßen deutschen Kapitalgesellschaften, ersetzen.

Im übrigen ist nach der bereits im Vorjahr erfolgten Einführung der Stückaktien für dieses Jahr auch die Umstellung des Grundkapitals auf den Euro vorgesehen.

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