Junge Wirtschaft: Trend zu Gründungen nicht nur tatenlos zusehen

JW-Bundesgeschäftsführer Helmel: ,Regierung muß positive Entwicklung durch bessere Rahmenbedingungen verstärken"

Wien (Pwk) - "Noch können wir in Österreich nicht von einer echten Gründerwelle sprechen. Aber die Selbständigkeit, die wir als Junge Wirtschaft in den letzten drei Jahren massiv beworben und zum Thema gemacht haben, wird für immer mehr Menschen zur echten Berufsalternative", kommentiert Alfons H. Helmel, Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft, die kürzlich von WKÖ-Generalsekretär Günter Stummvoll präsentierten Daten über Unternehmensneugründungen in Österreich. Rund 20.000 Unternehmen werden jährlich neu gegründet, die Tendenz ist stark steigen. "Dem positiven Trend bloß zuzuschauen ist aber zuwenig. Die Bundesregierung muß diese Entwicklung endlich aktiv unterstützen, damit Österreichs Wirtschaft und die Beschäftigung davon profitieren können." ****

Konkret fordert Helmel eine drastische Reduzierung der bürokratischen Anforderungen durch die konsequente Anwendung des one-stop-shop-Prinzips, eine Stärkung der Eigenkapitalsituation von Gründern durch neue Risikokapitalinstrumente, eine steuerliche Entlastung der Gründer in der Startphase und die rasche Durchführung einer Imagekampagne, "die uns von der Bundesregierung bereits versprochenen wurde, um vor allem jüngere Menschen mit der Berufsalternative Selbständigkeit zu konfrontieren", so Helmel.

Der JW-Bundesgeschäftsführer erwartet sich von der Steuerreformkommission vor allem klare Vorgaben für die künftige Jungunternehmerpolitik der Bundesregierung. "Wir dürfen den Gründern in der schwierigen Anfangsphase nicht mit der Abgabenschraube die Luft abdrehen. Hier müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Das gilt auch für das Anlagenrecht, in dem das one-stop-shop-Prinzip nicht nur halbherzig angewendet werden darf, sondern sich auch auf baurechtliche Fragen erstrecken muß", so Helmel.

Zwischen 1993 und 1998 wurden in Österreich 105.300 Unternehmen neu gegründet. Annähernd zwei Drittel der Neugründungen entfielen dabei auf die vergangenen drei Jahre. Während vor 1996 jährlich zwischen 14.000 und 15.000 neue Unternehmen entstanden, waren es 1996 bereits 19.800 und 1997 sogar 21.700. Mit 20.600 Gründungen im Jahr 1998 hat die Dynamik nur wenig nachgelassen. Das ist umso bemerkenswerter, als die Effekte der sogenannten Werkvertragsregelung durch die klare Trennung zwischen freien Dienstnehmern und Selbständigen im Vorjahr größtenteils weggefallen sind. Der überwiegende Teil der Neugründungen entfällt auf Einzelunternehmen, deren Anteil zwischen 1993 und 1998 bei knapp 71 Prozent liegt. Auf Platz zwei liegt die Rechtsform der Ges.m.b.H. (18,4%), gefolgt von KEGs und OEGs, die zusammen einen Anteil von 6,3% ausmachen. Die stark intensivierte Gründungstätigkeit seit 1996 wird damit in erster Linie von Unternehmen getragen, die nicht im Firmenbuch registriert sind.

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