KfV begrüßt: Bonuspunkte beim Punkteführerschein aber weitere Überarbeitung unbedingt nötig!

Wien (OTS) - Die Möglichkeit, Gutpunkte durch verkehrspsychologische Nachschulungen zu erlangen, stellt eine wesentliche Verbesserung des vorliegenden Entwurfs zum Punkteführerscheins dar. Wie aus Medienberichten zu entnehmen, wird jetzt auf Vorschlag des Kuratoriums für Verkehrssicherheit diese wichtige Option für Führerscheinbesitzer in den Entwurf eingearbeitet. Damit ist ein Schritt von einem Straf- zu einem Bewährungssystem getan.

Dennoch weist die derzeitige Vorlage zum Punkteführerschein schwere Mankos auf, wie z. B.:

Die Führerschein-Kurzzeitentzüge bei Tempo-Exzessen sollen wegfallen?

seit Jahren ein probates Abschreckungsmittel gegen Raser und eine der Ursachen für die Unfallsenkung.
Bei einer Alkoholisierung über 0,8 Promille sollen keine Punkte vergeben werden, sondern nur der Führerschein entzogen werden.

Etliche schwere Delikte, bei denen eine Punktevergabe vorgesehen ist, sollen im Verwaltungsverfahren nochmals überprüft werden. Enormer Bürokratieaufwand, uneinheitliche Punktevergabe und eine Flut von Interventionen wären die Folge.

Das KfV fordert eine sofortige weitere Überarbeitung des Punkteführerschein-Entwurfs, um bestehende Regelungen, die der Sicherheit im Straßenverkehr dienen, nicht zu gefährden und nicht einen Rückschritt in Sachen Verkehrssicherheit zu verursachen.

In der Woche von 8. bis 14. März kamen 13 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Unfallursachen waren nichtangepaßte Geschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (1), Überholen (3) und Fehlverhalten Fußgänger (1). Vom 1. Jänner bis zum 14. März dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 159 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 144 Menschen tödlich.

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