Noch mehr Sicherheit für ältere Verkehrsteilnehmer

Verkehrsexperten referieren über Ideen und Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Senioren in Wien

Wien, (OTS) Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek hat am Montag im Rathaus als Beitrag zum Jahr der Senioren eine Verkehrssicherheitsenquete eröffnet. Bei seinem Eröffnungsreferat regte er an, in den Bezirken sogenannte Seniorenbeauftragte für Verkehrssicherheit zu installieren. Diese Beauftragten könnten gemeinsam mit den Sicherheitsexperten und Unfallforschern der
Stadt Wien im eigenen Bezirk Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beschleunigen und mit Nachdruck umsetzen,
meinte Svihalek. Dadurch würde die Verkehrssicherheitsarbeit in Wien noch effektiver werden, ergänzte er.

Die meisten Senioren verunglücken beim Überqueren der Straße

Der Verkehrssicherheitsbeauftragte der Stadt Wien, Univ.
Prof. Ernst Pfleger, gab im Rahmen der Veranstaltung einige Zahlen aus der vorjährigen Unfallstatistik bekannt. Danach verunglückten im Vorjahr 17 Menschen in Wien über 65 Jahre tödlich (im Jahr 1983 waren es noch 48 Tote in dieser Alterskategorie) und 239 Senioren waren 1998 in Wien in einen Verkehrsunfall verwickelt, wobei verglichen mit 1983, dem Beginn der Wiener Unfallforschung mit dem Analyse – System, ein deutlicher Rückgang von annähernd 60 Prozent erreicht wurde. Die meisten älteren Menschen verunglücken beim Überqueren der Fahrbahn (62 Prozent der Unfälle, in die ältere Menschen über 65 Jahre involviert sind.). Jeder 10 Fußgängerunfall mit Senioren wurde beim Rückwärtsfahren eines PKW verursacht. Svihalek betonte im Zusammenhang mit Verbesserungen im Sicherheitsbereich auf Wiens Straßen, daß bereits sehr viel geschehen sei. Allerdings kann man durch die Unfallforschung die Straßen noch sicherer machen und er verwies auf neueste Erkenntnisse des neuen Ludwig Boltzmann – Instituts, das das Blickverhalten von Verkehrsteilnehmern näher untersucht hat.

Nicht auf Nebenstraßen verunglücken Senioren häufiger, sondern auf den Hauptstraßen

Genau 58 Prozent der Fußgängerunfälle mit Senioren ereignen sich auf Hauptstraßen. Genau hier habe man anzusetzen, sagte Pfleger bei der Veranstaltung. Die Errichtung von Anzeigen mit Geschwindigkeitsbeschränkungen und das Aufstellen von Verkehrszeichen, die Temporeduktionen anzeigen, einerseits und
eine Intensivierung der Verkehrserziehung andererseits seien dabei gleichermaßen zu berücksichtigen, sagen die Experten der MA 46 (Verkehrsorganisation). Ferner müßten die Fußgänger verstärkt sichtbar gemacht werden, weil gerade im Sichtbereich noch große Mängel herrschen.

Abschließend versprach Svihalek in seinem Referat in Gefährdungsbereichen bei Alters– und Pflegeheimen eigene Kennzeichnungen anzubringen, um gerade diese Verkehrsteilnehmer besonders zu schützen. (Schluß) hl

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Horst Lassnig
Tel.: 4000/81 847
e-mail: las@guv.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK