Prammer und Brauner besuchen den Wiener Traditionsbetrieb Manner

Frauenarbeitswelt und Konsumentenschutz im Mittelpunkt einer Betriebsvisite

Wien, (OTS) "Die Wiener Traditionsfirma Manner ist mit der hohen Produktqualität und der starken Exportstruktur ein Beleg für den vielzitierten Feinkostladen Österreich", so der Tenor von
Wiens Frauen- und Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner bei einem Betriebsbesuch in Wien Hernals, welchen sie gemeinsam mit
der Frauen- und Verbraucherschutzministerin Mag. Barbara Prammer absolvierte. Beide Politikerinnen konnten sich auf Einladung der Gewerkschaft Agrar, Nahrung, Genuß und der Firmenleitung von den hohen Produktionsstandards einen Überblick machen.

Traditionsbetrieb mit 28.000 Tonnen Jahresproduktion und 40 Prozent Export

Auf dem Programm des Besuches der Ministerin und Stadträtin standen Gespräche mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat und eine "Vor Ort-Recherche". Sie erhielten einen ökonomischen Überblick über die Firma, welche nunmehr seit über 100 Jahren in Wien die berühmte "Manner-Schnitte" produziert. Die weiteren betriebswirtschaftlichen Rohdaten: Die jährliche Absatzmenge beläuft sich auf über 28.000 Tonnen mit einem Jahresumsatz von über 1,1 Milliarden Schilling (1998). Erfolgreich ist ebenso die Ausrichtung der Firma auf den Exportmarkt. 40 Prozent der
Produktion werden auf ausländischen Märkten, vor allem in Deutschland und Slowenien, abgesetzt, erklärte der Vorstand Dr. Carl Manner.

Strukturmerkmal der Nahrungsmittelbranche: 46 Prozent Frauenanteil und viele unqualifizierte Hilfskräfte

Brauner zeigte sich beim Gang durch die Produktionshallen
nicht nur von den einwandfreien hygienischen Verhältnissen überzeugt. Sie konnte vor allem mit den mehrheitlich weiblichen Angestellten und Arbeiterinnen (von 470 Beschäftigten sind 234 Frauen und 206 Männer) sprechen. Themen waren die Arbeitsbedingungen wie die seit Oktober 1998 eingeführte Nachtarbeit für Frauen und innerbetriebliche Fördermöglichkeiten.

Beide Politikerinnen erörterten in der gemeinsamen Diskussion das für die Nahrungsmittelbranche typische Strukturmerkmal eines hohen Anteils an unqualifizierten und oft weiblichen Hilfskräften. Allein in Wien seien derzeit 12.300 Arbeiter und Angestellte mit
der Erzeugung und Verarbeitung von Genußmitteln und Getränken beschäftigt. Darunter, so der Kommentar Brauners, rund 46 Prozent Frauen.

Dazu kommt, daß allzuoft Frauen am beruflichen Aufstieg durch eine "sehr niedrig eingezogene gläserne Decke" behindert würden, wie GewerkschaftsvertreterInnen betonten. Hier gäbe es jedoch, ein breites Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen im beruflichen Bereich. Als einfaches und praktisches Beispiel nannte Brauner die Möglichkeit, für ZuwanderInnen mit Sprachdefiziten im Betrieb im Rahmen der Sprachoffensive des Wiener Integrationsfonds Unterstützung zu erhalten. (Schluß) wb/

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