Bauträger gründeten eigene Akademie Startveranstaltung widmete sich dem Bauträgervertragsgesetz

Wien (OTS) - Die rund 2.200 gewerblichen Bauträger Österreichs haben seit Februar eine eigene Fortbildungs- und Kommunikationseinrichtung, die Bauträger Akademie. Der richtige Umgang mit dem Bauträgervertragsgesetz (BTVG) stand im Mittelpunkt des ersten Seminares, das in der "Eisfabrik" in Wien abgehalten wurde.

"Die Bauträger Akademie will über regelmäßige Seminare den internen Informations-fluß verbessern, Wissensvermittlung durch Experten zu aktuellen Themen anbieten und gruppendynamische Prozesse nutzen", umreißt der Vorsitzende des Berufs-gruppenausschusses der Bauträger in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dr. Winfried Kallinger, einige der Gründungsgedanken.

Daß gewerbliche Bauträger schnell, schön und preisgünstig bauen, sei hinlänglich bekannt, jetzt gehe es darum, das Selbstverständis und die Motivation der Branche zu stärken. Im Konzept der Bauträger Akademie geschieht das unter anderem über prominente Vortragende, exklusive "Locations" und der Einbeziehung namhafter Fachjournalisten.

Und so nahm sich die Bauträger Akademie in ihrer Startveranstaltung auch gleich eines sehr aktuellen Themas an, dem richtigen Umgang mit dem Bauträgerver-tragsgesetz: "Das BTVG ist ein wesentliches Mittel dazu, das Verhältnis zwischen den Bauträgern und ihren Kunden zu verbessern", konstatierte Kallinger. Es schütze Wohnungswerber, die vor Fertigstellung des Bauwerkes Zahlungen an Bauträger geleistet haben, vor den Risiken (Konkurs des Bauträgers, verspätete Fertigstellung oder unerwartete Preissteigerung) und gebe der Branche eine Möglichkeit, positiv aufzutreten.

Schutz vor Betrügern Die Mißbrauchsgefahr sei durch das Gesetz deutlich verringert, da es über eine beachtliche präventive Wirkung verfüge. "Einen absoluten Schutz vor Betrügern kann kein Gesetz bieten, aber wenn sich der Bauträger gesetzeskonform verhält, ist auch der Kunde geschützt." (Kallinger)

Bauträger Akademie

Kunden mitleben lassen Doch nicht nur die Information des Kunden über seine Rechte sei wichtig, sondern "wir müssen ihn auch mit dem Bau mitleben lassen", betonte der Kallco-Chef. Der Käufer oder Mieter habe ein Recht darauf, zu erfahren, wie weit der Bau fortgeschritten sei.

Der prominte Vortragende des Seminares 01 war jener Mann, der wesentlich an der Entstehung des Bauträgervertragsgesetzes mitgearbeitet hat, der Innsbrucker Zivilrechtler Univ. Prof. Dr. Gottfried Call: Er bezeichnete das seit 1.1.1997 geltende BTVG als "klar, verständlich und handhabbar". Das Gesetz führe nicht zu einer Überregulierung, sondern gebe einen gewissen Rahmen vor, der den Vertrags-partnern viel Spielraum lasse. "Die vielen Wahlmöglichkeiten sind bei Gesetzen nicht alltäglich." (Call)

Um diesen Spielraum jedoch für die Kunden optimal ausfüllen zu können, wird derzeit eine Önorm für das BTVG erarbeitet, in der die Mindesterfordernisse für einen Bauträgervertrag geregelt werden. Diese Önorm sei zwar rechtlich nicht bindend, doch "ich bin sicher, daß sich die Bauträger schon aus Wettbewerbsgrün-den ihrer bedienen", zeigt sich Kallinger zuversichtlich. Die Bestimmungen reichen von der genauen Beschreibung des Objektes (Wohnung, Büro etc; Aufschließung, Gemeinschaftseinrichtungen) über die technische Beschreibung des Bauwerkes, den Bauzeitplan bis zur Ausstattungsbeschreibung. Die Befürchtungen, das BTVG würde die Baukosten um bis zu 10 % steigern, hätten sich nicht bewahrheitet, so Kallinger und Call. Im geförderten Wohnbau in Wien war es ein marginales Prozent.

Nächste Veranstaltungen

Die nächsten Seminare der Bauträger Akademie sind im Juli zum Thema "Nachbarschaftsrecht - wer hat das Recht einen Bau zu be-/verhindern?" und im Herbst zum großen Bereich "Projektentwicklung - Baukonzept" geplant. Als Veranstaltungsort wird im Juli voraussichtlich wieder die "Eisfabrik" in Wien dienen.

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