Allergien: Kein Grund, generell auf Haustiere zu verzichten

Nur zwei Prozent der Österreicher sind von Haustierallergien betroffen

Wien (OTS) - Gegen jüngste Aussagen auf den "Bad Gasteiner Ärztetagen" hat das Wiener Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung Stellung bezogen. Allergien bei Kindern mit einem generellen Verzicht auf Tierhaltung bekämpfen zu wollen, sei eine völlig überzogene Reaktion, so ein Sprecher des von Konrad Lorenz gegründeten Instituts.

Eine vor einigen Jahren bei österreichischen Dermatologen durchgeführte Umfrage habe ergeben, daß nur ca. zwei Prozent der Österreicher auf Haustiere allergisch seien: "Daß man in so einem Fall kein Tier halten kann, ist klar. Aber sollen deswegen die anderen 98 Prozent ebenfalls auf die vielfach bewiesenen Vorteile verzichten, die Kinder aus dem gemeinsamen Aufwachsen mit Tieren ziehen können?" Es sei heute unter Psychologen und Medizinern unbestritten, daß Kinder durch Interaktion mit Haustieren ein höheres Verantwortungsgefühl, mehr soziale Kompetenz und ein besseres Verständnis für die Natur entwickeln.

Überdies zeige gerade die in Gastein diskutierte Erfahrung der ehemaligen DDR - wo mit zunehmender "Verwestlichung" auch die Häufigkeit von Allergien ansteigt - daß man mit übertriebenen Vorsichtsmaßnahmen auf dem verkehrten Weg sei: "Allergien sind eine Zivilisationskrankheit," so der IEMT-Sprecher. "Je mehr wir uns gegen alle nur denkbaren Risiken abschotten und eine "sterile" Umwelt um uns herum aufbauen, desto mehr reagiert unser brachliegendes Immunsystem auf "Pseudo-Bedrohungen" durch Pflanzen, durch Lebensmittel, durch Haustiere oder durch Staub - genau dieses Verhalten ist also der Auslöser für Allergien."

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